Bald verschwinden die E-Scooter von Spin aus Wesseling.
Copyright: Sarah Herpertz
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Wesseling/Rhein-Erft-Kreis – Der E-Scooter-Anbieter „Spin“ zieht sich aus Wesseling zurück. Im gesamten Rhein-Erft-Kreis, aber auch in ganz Deutschland und Europa werde das Unternehmen die Märkte mit fehlender Regulierung verlassen, kündigte es an.
Für Wesseling bedeute der Rückzug dieses Anbieters, dass ein „Mikromobilitätsangebot“ wegbreche, teilte die Stadtverwaltung dazu mit. In Wesseling gibt es nämlich bisher keinen anderen Verleiher von E-Rollern. Seit Dezember 2020 kooperiert die Stadt mit Spin – einer Tochter der Ford Motor Company – und stellt eine Flotte von 150 Rollern für die allgemeine Nutzung zur Verfügung.
Stadtverwaltung bedauert den Rückzug
„Die Stadtverwaltung bedauert diese Entscheidung sehr“, heißt es aus dem Rathaus. „Denn das Pilotprojekt war sehr erfolgreich. Die Nutzung der Fahrzeuge war überdurchschnittlich im interkommunalen Vergleich und zeigt, dass der Bedarf vorhanden ist.“ Vor allem auf den Wegen zwischen Wesseling und Brühl und auf der sogenannten letzten Meile, zum Beispiel vom Bahnhof bis nach Hause, seien die Elektro-Roller eine sehr sinnvolle Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr.
Als Begründung für seinen Rückzug teilte das Unternehmen in einem Blogbeitrag des CEO Ben Bear mit, man werde sich auf regulierte Märkte konzentrieren. Das Betriebsklima auf unregulierten Märkten sei zu unsicher.
Fehlende Obergrenzen für die Roller-Flotten verschiedener Anbieter seien ein Problem. Daraus resultiere ein massiver Preisverfall. Man wolle sich auf Märkte konzentrieren, in denen Städte oder Universitäten ihre E-Scooter-Partner über Ausschreibungen auswählen.