Gewalttat in Köln-DünnwaldHunderte trauern um getöteten Stadtmitarbeiter Kurt Braun
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Hunderte Gäste kamen zu der Trauerfeier.
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Köln – Rund 400 bis 500 Trauernde haben sich am Montagvormittag bei der Gedenkfeier im Altenberger Hof in Nippes vom verstorbenen Kämmereimitarbeiter Kurt Braun verabschiedet. Einige davon erschienen in Karnevalsverkleidungen, die Hinterbliebenen hatten darum gebeten, die Gedenkfeier möglichst bunt zu gestalten. Kurt Braun war in seiner Freizeit sehr aktiv im Karneval, viele Karnevalisten waren am Montag ebenfalls in Nippes.
Der 47-jährige Braun war am 13. Dezember 2019 nach einem Messer-Angriff verstorben. Er war im Auftrag der städtischen Kämmerei unterwegs, als ein 60-Jähriger ihn bei einem Hausbesuch in Dünnwald angriff und tödlich verletzte. Mittlerweile ist der 60-Jährige in einer psychiatrischen Klinik in Essen untergebracht, laut Staatsanwaltschaft ist er vermutlich schuldunfähig.
Kölns OB Reker betont die Verantwortung der Stadt
Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat auf der Gedenkfeier erneut die Verantwortung der Stadt betont, sie sagte: "Der Tod unseres Kollegen Kurt Braun fordert uns heraus, alles dafür zu tun, dass sich ein solches Ereignis nicht mehr wiederholt, auch wenn es keine absolute Sicherheit gibt."
Der 60-jährige Mann in Dünnwald hatte schon im März einen städtischen Amtsarzt mit einem Schraubenzieher angegriffen, obwohl er Polizei dabei hatte. Der 47-Jährige wusste bei seinem Besuch im Dezember nichts von der möglichen Gefährdung, die Stadt Köln hat noch kein zentrales Melderegister. Deshalb forderte er keine Polizeiunterstützung an.
Das zentrale Melderegister wird nun erst bis Ende März eingeführt, wie Reker gegenüber der Rundschau am 23. Dezember im Interview angekündigt hatte. Am Rande der Veranstaltung fielen Sätze wie: "Das hätte nicht sein müssen." (mhe)