Die Kölner Haie spielen im Playoff-Viertelfinale nach dem Modus „best-of-seven“ ab dem 14. März gegen die Adler Mannheim. Im Tor des KEC steht der junge Mirko Pantkowski.
Kölner HaieMirko Pantkowski möchte in „seinen Flow“ kommen

Rückhalt der Kölner Haie: Goalie Mirko Pantkowski.
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In den Playoffs kommt es auf die Kleinigkeiten an und einen guten Torwart an. Die Kölner Haie gehen mit dem jungen Mirko Pantkowski (24) als Nummer eins in das Viertelfinal-Duell gegen Mannheim. Martin Sauerborn hat sich mit dem ehemaligen Jungadler über seine Saison unterhalten.
Herr Pantkowski, es ist Ihre erste Saison für die Kölner Haie und Sie haben mit 44 so viele Hauptrundenspiele absolviert wie noch nie in der Deutschen Eishockey Liga . Was hat Ihnen sonst noch gefallen?
Mirko Pantkowski: Die Heimspiele mit unseren Fans in der großen Halle machen großen Spaß. Vor allem, wenn der Tor-Song „Kölsche Jung“ von Brings ertönt. Höhepunkt war für mich aber das Winter-Game gegen Mannheim im Müngersdorfer Stadion, sowohl von der Atmosphäre als auch vom Sportlichen her.
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Kölner Haie: Zwei Shutouts in Serie
Haben Ihnen auch Ihre Leistungen in der Hauptrunde gefallen?
Ich musste mich erst an das im Vergleich zu Düsseldorf andere Hockey hier in Köln gewöhnen. Das tägliche Torwarttraining mit Ilari Nickel hat mir dabei aber sehr geholfen. Diese Extraarbeit und den permanenten Austausch mit einem Coach hatte ich in diesem Umfang vorher nicht. Mir hat gefallen, dass ich so viel spielen konnte. Ich habe dadurch viele Erfahrungen gesammelt und mich weiter entwickelt. Top war auch, dass mir zwei Shutouts hintereinander gelungen sind.
Haben Sie sich vorgestellt, in Ihrem ersten Jahr eine solch tragende Rolle zu spielen?
Ich habe mir vorgestellt, dass ich viel spiele. Es ist dann sogar noch besser gelaufen als erwartet. Nachdem ich mich in einem vor der Saison offenen Konkurrenzkampf gegen Oleg Shilin durchgesetzt habe, ging es für mich darum, konstant gut zu spielen. Das hat ganz gut geklappt und ich habe das Vertrauen bekommen, viele Spiele hintereinander machen zu dürfen.
Manchmal fühlt man sich schlecht und spielt dann brutal gut.
Ist es nicht irgendwann ermüdend und schlägt sich auf die Leistung nieder, wenn man 15 und mehr in Serie macht?
Ich habe es in jedem Spiel doch immer selbst in der Hand. Ich bin Profi und muss Leistung bringen. Manchmal fühlt man sich brutal gut und spielt schlecht, manchmal fühlt man sich aber auch schlecht und spielt brutal gut. Ich muss in meinen Flow kommen. Dann bin ich nur schwer aus meinem Spiel rauszubringen.
Welche Stärken haben Sie in diesem Flow?
Ich strahle viel Ruhe aus und spiele gut mit. Ich arbeite mit Ilari viel an meiner mentalen Stärke, der Torraumkontrolle und meinem Positionsspiel. Das Training hier in Köln hat viele neue Impulse für mich gesetzt.
Gute Zusammenarbeit mit Torwarttrainer Nickel
Und was geht noch besser?
Verbessern kann ich immer etwas. Es sind nur Kleinigkeiten und auf die wird mich mein Torwarttrainer sicher immer wieder aufmerksam machen.
Jetzt kommen die Playoffs. Worauf stellen Sie sich ein?
Ich mag die Playoffs sehr. Alles ist angespannter und aufgeregter, denn jedes Spiel ist wichtig. Es ist der Endspurt auf dem Weg zum Titel und alle, die sich qualifiziert haben, wollen auch Meister werden.
Wir können jeden schlagen und es ist schwer uns zu schlagen.
Also auch die Haie. Wie stehen die Chancen?
Wir können jeden schlagen und es ist schwer uns zu schlagen, wenn wir unseren aggressiven, laufintensiven und offensiven Stil konsequent und mit der nötigen Abgezocktheit durchspielen. Und wie sagt man so schön: In den Playoffs ist alles für uns möglich.
Der Gegner im Viertelfinale heißt Adler Mannheim. Sie haben selbst von 2014 bis 2020 in Mannheim gespielt. Wie schätzen Sie dieses Duell ein?
Das ist natürlich ein Traditions-Duell. Ich erwarte wie immer zwischen den beiden Teams eine spannende Serie. Wir werden uns so vorbereiten, dass wir am Ende mit erhobener Hand aus der Halle gehen werden.