Zuwachs im GehegeSo niedlich ist der neue Ameisenbär im Kölner Zoo
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Der kleine „Große Ameisenbär“ im Kölner Zoo
Copyright: Thomas Banneyer
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Köln – Zuwachs bei den Großen Ameisenbären im Kölner Zoo: Mutter Ibera, etwas über zwei Jahre alt, brachte am 15. März ihren Nachwuchs zur Welt. Sie kam aus Kerkrade in den Niederlanden nach Köln. Der Vater ist der zehnjährige Yavi, der aus dem Zoo Amsterdam stammt. Sechs Jahre ist es her, seit der Kölner Zoo das letzte Mal Nachzucht bei den Großen Ameisenbären verkündete.
Am 15. März kam der kleine Ameisenbär zur Welt
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Da die Mutter-Kind-Beziehung nicht gestört werden soll, ist das Geschlecht des Ameisenbären-Jungtiers noch nicht bestimmt. Die Pfleger wollen es dafür noch nicht der Mutter wegnehmen. Einen Namen hat es auch noch nicht.
Mutter Ibera muss jederzeit als Transportmittel herhalten.
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Außerdem bleiben Mutter und Kind getrennt vom Vater, um den Nachwuchs vor Übergriffen zu schützen. Sie verbringen den Großteil ihrer Zeit im Stall, da das Kind kälteempfindlich ist. Lediglich bei wärmeren Temperaturen und trockenem Wetter können beide ins Außengehege gelassen werden.
Noch etwas schüchtern blickt der Kleine aus der Wäsche.
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Wenn die Mutter das Kind säugt, verdeckt sie es mit ihrem buschigen Schwanz vor neugierigen Blicken. Steht sie auf, so klettert das Kleine, wie auf dem Foto zu sehen, auf den unteren Rücken und klammert sich mit seinen Krallen fest.
Gut getarnt ist er auf dem Rücken seiner Mutter.
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Große Ameisenbären beginnen mit etwa sechs Wochen zu laufen, ab der 12. bis 16. Woche nehmen sie feste Nahrung zu sich. Ausgewachsen sind sie nach ungefähr einem, geschlechtsreif mit anderthalb Jahren. Sie gehören zu den bedrohten Arten und werden in ihrem südamerikanischen Verbreitungsgebiet als gefährdet eingestuft. In Uruguay und Nordargentinien gelten sie bereits als ausgestorben.
Seit 2012 beteiligt sich der Kölner Zoo an der Feldforschung des Großen Ameisenbären. Dabei werden beispielsweise mithilfe von GPS-Sendern Daten über ihr Verhalten in freier Wildbahn gesammelt. Sie dienen als Grundlage, um Schutzkonzepte zu erarbeiten. (hbo).