Zwar ohne eigenes Tor, aber mit keiner schlechten Leistung beenden die Kölner Haie das Spieljahr 2023 in der Deutschen Eishockey Liga (DEL).
Niederlage kurz vor SilvesterKölner Haie unterliegen gegen Mannheim 0:1 im Auswärtsspiel

Justin Schuetz von den Haien kam an Mannheims Abwehr nicht vorbei.
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Ohne eigenes Tor, ohne Punkte, aber mit vielen positiven Ansätzen beendeten die Kölner Haie das Spieljahr 2023 in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). „Wenn wir diese Leistung aufs Eis kriegen, werden wir mehr Spiele gewinnen als verlieren“, sagte Moritz Müller nach der 0:1 (0:0,0:1,0:0)-Niederlage bei den Mannheimer Adlern.
Und diese versöhnlichen Worte des Kapitäns trafen den Nagel vor dem Jahreswechsel auf den Kopf. Hatte der KEC doch ohne die verletzten Nick Bailen, Jason Bast, Mark Olver, Maximilian Glötzl und neuerdings auch Robin Van Calster (Schulter) eine defensiv stabile und offensiv gefährliche Darbietung auf die Spielfläche der SAP-Arena gebracht.
Teams der Kölner Haie und Mannheimer Adler sind dezimiert
Gegen die ebenfalls dezimierten Hausherren hätte Verteidiger Müller schon nach zehn Sekunden beinahe zur Führung getroffen. Arno Tiefensee war aber in dieser Szene ebenso unüberwindbar, wie bei den folgenden 23 Schüssen aufs Adler-Tor.
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Obwohl der Fokus nach den beiden Heimsiegen gegen Frankfurt (4:3) und Düsseldorf (3:1) primär auf einer gut gestaffelten Abwehr lag, waren Brady Austin und Gregor MacLeod (6.), Carter Proft (14.) sowie Andreas Thuresson im ersten Powerplay (19.), dem 1:0 nahe.
Kölner und Mannheimer spielen eine Partie mit hochklassigem Tempo
Auch nach der ersten Pause lockerten weder die Mannheimer, noch die vor drei Wochen an gleicher Stelle so erfolgreichen Haie (4:0), den defensiven Knoten. Was das Spieltempo und taktische Finesse anging, war das Duell Fünfter beim Tabellenachten aber hochklassig.
Und es war klar, dass der Kombattant, der den ersten Treffer der Partie erzielt, einen großen Vorteil hat. Zu Beginn des Mitteldrittels hätten dies wieder die Haie mit Müller (21.), Thuresson und MacLeod (22.) sowie Stanislav Dietz (28.) sein können. Die Adler standen ihnen aber in nichts nach und prüften den erneut zwischen den Pfosten stehenden Tobias Ancicka mehrfach.
In der 36. Minute fällt das 0:1 gegen die Kölner Haie
In der 36. Minute war der formstarke KEC-Goalie dann geschlagen. Bitter war die unfreiwillige Mithilfe von Louis-Marc Aubry. Daniel Fischbuch legte quer nach rechts zu Maxwell Gildon und dessen Direktabnahme fälschte der Kölner Stürmer mit seinem Schläger unhaltbar zum 0:1 ab (36.).
Nun war Mannheim am Drücker und hätte zum zweiten Mal treffen können. Die bissigen Haie blieben aber in Schlagdistanz und hätten in ihrem Lieblings-Drittel zumindest den Ausgleich verdient gehabt. Den bisherigen 50 Toren im Schlussabschnitt konnten sie in den letzten 20 Minuten des Jahres aber keinen Treffer mehr hinzufügen.
Wir machen ein sehr gutes Auswärtsspiel und hätten auch knapp gewinnen können.
Auch als Alexandre Grenier mit einem Querpass MacLeod fand (49.), David McIntyre zur Doppelchance kam (52.) und Grenier mit Maxi Kammerer in aussichtsreicher Position stand (54.), blieb Tiefensees Kasten wie vernagelt. „Wir machen ein sehr gutes Auswärtsspiel und hätten auch knapp gewinnen können“, ärgerte sich Moritz Müller nach der ertraglosen Schlussphase und dem Jahresabschluss ohne Punkte.
Da die Leistung seiner Meinung nicht zum Endresultat gepasst hatte, riet Kölns Kapitän seiner Mannschaft aber: „Sport ist schon sehr ergebnisabhängig, ich denke, das Beste, was wir jetzt machen können, ist gar nicht so sehr über das Ergebnis nachdenken, sondern über die Art und Weise, wie wir gespielt haben.“ Tatsächlich können die Haie Silvester und Neujahr nach sieben Siegen aus elf Dezember-Spielen genießen und am 2. Januar im nächsten Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters wieder angreifen.
Kölner Haie: Ancicka: Austin, Müller; Sustr, Dietz; Aichinger, Sennhenn; Storm, McIntyre, Wohlgemuth; Thuresson, Aubry, Kammerer; Grenier, MacLeod, Schütz; Hänelt, Proft, Lindner. SR.: Schrader/Schukies. Zuschauer: 13 600. Tor: 1:0 Gildon (35:01). Strafminuten: Mannheim 4, Köln 6.