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Bonn/Rhein-SiegCDU-Kreistagsfraktion kritisiert geplantes Aus für die Linie 66

Lesezeit 2 Minuten
Eine Stadtbahn der Linie 66 steht an der Endstation unter dem Siegburger Bahnhof.

Die Direktverbindung vom Siegburger Bahnhof nach Bad Honnef soll nach dem Willen der Verkehrsplaner in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis wegfallen. Die neue Linie 67 soll Siegburg dann mit Bad Godesberg verbinden.

Die direkte Stadtbahnverbindung zwischen Siegburg und Bad Honnef soll bald wegfallen. Die CDU-Kreistagsfraktion sieht diese Pläne kritisch.

Die CDU-Fraktion im Kreistag Rhein-Sieg hält an ihrer Kritik an der geplanten Änderung am sogenannten „Stadtbahnzielnetz 2026+“ fest, das derzeit in der Kreisverwaltung und in der Bonner Stadtverwaltung vorbereitet wird und von den politischen Gremien des Kreises und der Bundesstadt beschlossen werden soll. „Wir brauchen ein Stadtbahnkonzept, das den gesamten Raum und nicht nur Bonn im Blick hat“, sagt Oliver Krauß, der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion. „Eine nachfragegerechte und zuverlässige Anbindung des Rhein-Sieg-Kreises muss weiterhin gewährleistet bleiben.“

Einer der wesentlichen Punkte des geplanten neuen Stadtbahnnetzes betrifft die Linie 66. Sie soll künftig nicht mehr zwischen Siegburg und Bad Honnef pendeln, sondern ganztägig als Linie 67 die Kreisstadt Siegburg mit Bonn-Bad Godesberg verbinden. Bislang wird diese Verbindung nur zweimal am Tag angeboten. Mit der neuen Streckenführung der geplanten Linie 67 wollen die Verkehrsplaner die beiden Streckenäste im Stadtbahnnetz Bonn/Rhein-Sieg mit den höchsten Fahrgastzahlen miteinander verknüpfen.

Die Christdemokraten im Kreistag bemängeln, dass Siegburg und Sankt Augustin durch die geplanten Änderungen bei den Linien 66 und 67 die Direktverbindung in Richtung Bonn-Rheinaue, Königswinter und Bad Honnef verlieren werden. „Eine klare Verschlechterung für viele Pendlerinnen und Pendler im Kreis“, lautet deshalb ihr Urteil.

Die Linie 16 soll bald am Bonner Hauptbahnhof enden

Wenig erfreut ist die CDU-Fraktion auch über die Pläne für die linksrheinische Stadtbahnlinie 16. Die soll nach dem Willen der Verkehrsplaner im Siegburger Kreishaus und im Bonner Stadthaus demnächst von Köln kommend bereits am Bonner Hauptbahnhof enden und nicht mehr bis nach Bad Godesberg fahren. Dadurch soll der Fahrplan der Linie 16 stabilisiert werden. 

Nach dem Willen der CDU muss es für die künftig wegfallenden Direktverbindungen „gute und verlässliche Umsteigemöglichkeiten“ geben. Gerade in verkehrsärmeren Zeiten dürften Anschlussverbindungen nicht verloren gehen. Zudem müsse sichergestellt sein, dass auf dem Bonner Stadtgebiet entstehende Verspätungen nicht durch verkürzte Fahrten auf dem Gebiet des Rhein-Sieg-Kreises ausgeglichen würden.

Konsequent vorangetrieben werden muss, so Oliver Krauß, auch die Infrastruktur für die jetzige Linie 66 und die künftige Linie 67 in Bonn-Beuel, wo sich die Stadtbahnen bislang auf der Sankt Augustiner Straße einen Streckenabschnitt mit dem Autoverkehr teilen. „Der notwendige Ausbau dieses Streckenabschnitts muss jetzt auch zur Verbesserung der Verkehrssicherheit konsequent vorangetrieben werden“, heißt es in der Stellungnahme der CDU-Kreistagsfraktion zum Stadtbahnkonzept.