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Nationalpark und EifelvereinBeliebteste Wanderkarte der Eifel wird neu aufgelegt

Lesezeit 3 Minuten
Michael Lammertz und Ralf Nolten (v.l.) präsentieren die neue Nationalpark-Wanderkarte; Jasmin Daus sitzt auf einer Holzbank, die einem Rangerhut nachempfunden ist

Am Nationalpark-Zentrum in Vogelsang präsentierten Michael Lammertz (l.) und Jasmin Daus von der Nationalpark-Verwaltung sowie Dr. Ralf Nolten vom Eifelverein die neue Wanderkarte.

Der Eifelverein hat nach zehn Jahren eine Neuauflage der Wanderkarte für den Nationalpark Eifel herausgegeben.

Auch in Zeiten von GPS-Navigation und interaktiven Outdoor- und Wander-Apps hat die gute, alte Wanderkarte noch längst nicht ausgedient. „Die gedruckte Karte bietet vor allem denjenigen einen Vorteil, die sich einen genauen Überblick über ihr Wandergebiet verschaffen wollen“, sagt der Vorsitzende des Eifelvereins, Dr. Ralf Nolten.

Unter den insgesamt rund 30 Karten, die der Eifelverein selbst herausgibt, sticht eine Wanderkarte besonders hervor: die mit der Blattnummer 50, die „Nationalpark-Karte“. „Keine unserer Karten wird so stark nachgefragt“, berichtet Nolten: „Die Auflage der aktualisierten Karte beträgt 8000 Exemplare.“

Zehn Jahre nach der letzten Auflage wurde es aber auch tatsächlich Zeit für eine umfangreiche Überarbeitung. „Mehr als 300 Änderungen wurden berücksichtigt“, sagte Nationalpark-Chef Michael Lammertz bei der Präsentation der Neuauflage, die standesgemäß am Rangerhut vor dem Nationalpark-Zentrum in Vogelsang stattfand.

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Manche Wege im Nationalpark-Gebiet fehlen ganz bewusst auf der Karte

Zahlreiche relevante Infos für Wanderer wurden auf der neuen Karte zusätzlich eingetragen, etwa die Thementouren, die neuen Sternenblicke oder Abkürzungen, die es zum Beispiel jetzt für die recht lange (24 Kilometer) erste Etappe des Wildnis-Trails gibt. Die Startpunkte der kostenlosen Rangertouren sind jetzt mit einem braunen Hut-Symbol in der Karte kenntlich gemacht.

Besonders wichtig ist für Nationalpark-Chef Lammertz aber etwas, was auf der neuen Wanderkarte fehlt: „Auf der Karte sind erstmals innerhalb des Nationalparks ausschließlich die offiziellen 240 Kilometer des Nationalpark-Wegenetzes dargestellt.“ Dazu sei eine aufwendige Kombination der amtlichen topographischen Karte im Maßstab 1:25.000 des Landes NRW mit dem Kartendienst OpenStreetMap notwendig gewesen.

Ehemalige Forst- und Rückewege in den Ruhezonen, die nicht Bestandteil des Nationalparkwegeplans sind und auch nicht mehr für das Gebietsmanagement benötigt werden, sind nun nicht mehr abgebildet. Das schaffe Klarheit und Sicherheit für Erholungssuchende und schütze sensible Arten, so Lammertz: „Dass die Ruhezonen nun auch als solche eindeutig erkennbar sind, ist ein wichtiger Fortschritt.“

Die Rückseite macht die Wanderkarte zu „einem kleinen Reiseführer“

Auch die Kartenrückseite ist bedruckt und bietet viele weitere Infos für die Besucher der Nationalpark-Region. „Neu sind zum Beispiel die beiden Übersichtskarten zum ÖPNV- und Radwegenetz im und rund um den Nationalpark Eifel“, sagte Jasmin Daus, die das Projekt aufseiten der Nationalpark-Verwaltung betreut hat.

Außerdem gelangt man per QR-Code zum aktuellen Veranstaltungskalender und zu vielen weiteren Info-Angeboten. „Die Wanderkarte wird damit zu einem kleinen Reiseführer“, freut sich Lammertz.


Wanderkarte Nr. 50 des Eifelvereins

Die ganze Nationalpark-Region von Monschau bis Kall und von Nideggen bis Hellenthal auf einen Blick: Ab sofort ist die neue Nationalpark-Wanderkarte des Eifelvereins (Blatt Nr. 50) im Maßstab 1:25.000 im Handel sowie vielen touristischen Einrichtungen in der Region erhältlich. Sie kann auch direkt beim Eifelverein bestellt werden. Preis: 12 Euro, ISBN: 978-3-944620-46-6.