Kleine RaubtiereSüßer Nachwuchs im Erdmännchen-Gehege des Kölner Zoos
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Copyright: Simon Westphal
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Köln – Das knapp anderthalb Monate junge und noch namenlose Erdmännchen hat sich das Verhalten seiner erwachsenen Mitbewohner bereits gut angeeignet. So wie der sogenannte Wächter, der Ausschau nach Feinden hält, streckt sich das Junge auf den Hinterpfoten Richtung Himmel und beobachtet die vielen neugierigen Gesichter, die in das Gehege blicken.
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Das sieht allerdings noch deutlich unbeholfener aus als bei den Älteren. Als der Nachwuchs seinen Kopf einmal zu schwungvoll in die andere Richtung dreht, verliert er plötzlich das Gleichgewicht und plumpst verdutzt guckend aufs Hinterteil.
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Bereits Mitte August freute sich der Kölner Zoo über fünf neue Jungtiere im Erdmännchen-Gehege. Das Rudel, das bis dahin aus 22 Tieren bestand, ist nun um vier Mitglieder reicher. Eine Besonderheit, da im Zoo normalerweise nur mit zwei bis drei Tieren pro Wurf gerechnet wird.
Ganz anders sah es in den 1990er-Jahren aus: „Aufgrund nicht artgerechter Haltung und viel zu kleinen Rudeln war es eine Besonderheit, wenn überhaupt einmal Nachwuchs zur Welt kam“, erklärt Pflegerin Stefanie Hempel.
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Heutzutage aber kann der Kölner Zoo mit zwei bis drei Würfen pro Jahr planen. Nachdem die Kleinen die ersten 14 Tage blind und nackt unter der Erde gelebt haben, sind die Raubtiere jetzt aber schon mit den Großen auf der Jagd. Auf dem Speiseplan stehen Raupen, Larven und sämtliche Insekten, um den Jungen das Jagen anzutrainieren. (ofi)