Beim 87:77-Erfolg über Bamberg gelingt den Bonnern ein extrem wichtiger Start-Ziel-Sieg – Playoff-Teilnahme bleibt möglich
HeimsiegBaskets verwandeln 18 von 19 Freiwürfen

Die beiden Bonner Rihards Lomazs (links) und Thomas Kennedy attackieren den Bamberger Korb.
Copyright: Jörn Wolter
Endlich! Endlich ein Spiel, das für den Rest der Saison Mut macht. Und endlich ein Ergebnis, das ein Türchen Richtung Qualifikation für die Playoffs oder zumindest die Play-Ins offenhält: Die Telekom Baskets landeten am Samstagabend nach einer ausgewogenen Leistung gegen den früheren Serienmeister Baskets Bamberg mit 87:77 (29:16, 20:21, 21:23,16:18) einen wichtigen Sieg, mit dem sie an den Unterfranken in der Tabelle vorbeizogen.
Beide Mannschaften gehören mit je zehn Siegen zu den Kellerkindern der Bundesliga, beide haben aber direkten Kontakt zu den Mannschaften im dichten Tabellenmittelfeld, die nur zwei Punkte Vorsprung auf die Bonner haben. Schon am kommenden Sonntag können die Baskets ihre Position weiter verbessern, wenn sie bei der BG Göttingen einen Pflichtsieg einfahren: Das Liga-Schlusslicht hat bislang erst ein Spiel gewinnen können.
Vor 5666 Zuschauern im Telekom Dome legte die Truppe von Headcoach Marko Stankovic schon im ersten Viertel die Basis zum Sieg, als sie den Abschnitt mit 29:16 klar für sich entschied und dann in den folgenden drei Vierteln, die alle an Bamberg gingen, von ihrem Vorsprung zehren konnte. Bis auf 19 Punkte dehnten die Bonner, die nie in Rückstand gerieten, den Abstand im zweiten Viertel aus (35:16), ehe die Gäste größeren Widerstand entwickelten und Punkt um Punkt verkürzten.
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Die Situation wurde aber erst zu Beginn des Schlussabschnitts kritisch, als Bamberg mit einem 8:0-Lauf in das Viertel startete und beim 71:67 bis auf vier Zähler dran war. Die Baskets bewiesen aber mentale Stärke, ließen sich nicht verunsichern und konterten mit einem 8:1-Run, mit dem sie ihren Vorsprung wieder auf zwölf Punkte ausdehnten (83:71, 37.).
In dieser Phase sorgte Thomas Kennedy, der mit zwölf Punkten und elf Rebounds erneut ein Double-Double beisteuerte, für die spektakulärste Aktion der gesamten Partie, als er ein hohes Zuspiel von Phlandrous Fleming mit kanadischer Urgewalt durch den Korb drosch – Höhepunkt und gleichzeitig Entscheidung in diesem Spiel.
Neben Kennedy punkteten mit Darius McGhee (12 Punkte), Jonathan Bähre (10), Rihards Lomazs (10), Bodie Hume (11) und Till Pape (12) weitere fünf Baskets-Spieler zweistellig. Ein stabilisierender Faktor waren diesmal die Freiwürfe, bei denen sich die Bonner bei 19 Versuchen nur einen Fehlversuch leisteten.
Stankovic lobte vor allem die defensive Leistung: „Mit 77 Gegenpunkten bin ich sehr zufrieden. In der ersten Halbzeit haben wir sehr konstant gespielt. Das war in der zweiten Halbzeit nicht mehr der Fall.“
Baskets (Punkte/Dreier): McGhee (12/2), Bähre (10/2), Griesel (8/2), Fleming (7), Soares (5/1), Lomazs (10), Hume (11/3), Pape (12), Thiemann, Kennedy (12); Rebounds: 39 (Kennedy 11); Assists: 19 (Fleming 5); Ballverluste: 16 (Fleming 3, Pape 3, Hume 3); Trefferquote Feld: 45 % (29/65); Dreierquote: 30 % (11/37); Freiwurfquote: 95 % (18/19).
Bamberg (Punkte/Dreier): Lofton (12/2), Locke (22/4), Watson-Boye (5), Feazell (6), Tadda, Segu (11), Wohlrath (2), Horvath (6), Möller, Krimmer (7/1), Stanic (6); Rebounds: 41 (Feazell 8); Assists: 18 (Segu 8); Ballverluste: 11 (Lofton 4); Trefferquote Feld: 39 % (28/72); Dreierquote: 27 % (7/26); Freiwurfquote: 74 % (14/19).