Die FC-Handballerinnen wollen nicht aufsteigen. Jetzt können sie es auch nicht mehr.
Handball1. FC Köln leistet sich zu viele Fehler – Fortuna ist chancenlos

Lea Flohr (rechts) war mit acht Treffern erfolgreichste Werferin der FC-Frauen.
Copyright: Herbert Bucco
Nachdem die Handballerinnen des 1. FC Köln bereits formal ihren Verzicht auf die Aufstiegsrunde in der Dritten Bundesliga West erklärt hatten, verpassten sie am drittletzten Spieltag auch die sportliche Qualifikation.
Der Kölner Gegner am Samstag, die SG Kirchhof, bestätigte ihre offiziell hinterlegten Ambitionen für die Zweite Liga auch auf dem Feld und setzte sich gegen das Team von Trainer Ingo Häußler vor rund 200 Zuschauern in der Sporthalle Melsungen mit 28:24 (12:10) durch.
„Es war eine verdiente Niederlage, denn es hätte bei uns alles passen müssen. Aber wir haben uns leider in der Summe zu viele Fehlversuche und technische Fehler geleistet, die der Gegner immer wieder für Konter nutzte“, resümierte Häußler.
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Letzte Kölner Führung in der 12. Minute
Zunächst hatte allerdings eine konzentrierte Abwehr um die starke Jule Kilmer Hoffnungen geweckt, die auch mit dem Treffer zum 7:6 für die letzte Kölner Führung verantwortlich war (12.). Dass Kirchhof sich absetzte, lag an der starken Torhüterin Aleksandra Orowisz sowie dem überragenden Rückraumduo Deborah Spatz (9 Tore) und Anna-Maria Spielvogel (7 Tore).
Der kämpferische Einsatz stimmte, so dass die für den FC an diesem Abend erfolgreichste Werferin Lea Flohr mit dem 16:14 in der zweiten Hälfte (38.) noch einmal den Anschluss erzielte. Doch anschließend bestimmte Kirchhof das Geschehen und der Sieg geriet mit einem Mindestabstand von drei Toren nicht mehr in Gefahr.
Tore: Kottmann (3), Weismantel (3), Kilmer (2), Lüdge (2), Funken (4), Flohr (8/2), Demmerath (1), Schut (1).
Fortuna Köln ist chancenlos
Die Handballerinnen von Fortuna Köln haben in der Regionalliga gegen den ungeschlagenen Tabellenführer Bergischer HC 23:41 (12:17) verloren. In der ersten Hälfte verhinderte die überragende Torhüterin Katja Pieronek noch mit tollen Paraden einen höheren Rückstand.
Das dynamische Tempospiel der Gäste sorgte nach der Pause für klare Verhältnisse. „Alles andere als ein Aufstieg dieser starken Mannschaft wäre absurd“, so Kölns Trainer Tobias Marquardt.
Tore: Sulprizio (1), Dillo (1), Schoppe (7), Steinheuer (2), Reitmeier (3), Wilhelms (8/4), Mohr (1).