Platz eins ist außer Reichweite, doch im Pokal winkt das Finale. Deshalb darf sich die Fortuna keinen Spannungsabfall leisten.
RegionalligaDer Aufstiegstraum ist geplatzt, aber im Pokal hat Fortuna Köln noch Ziele

Wieder fit: Stipe Batarilo
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Nach über zweiwöchiger Spielpause geht es für den SC Fortuna Köln am Freitagabend in der Regionalliga West weiter. Der Südstadt-Klub ist zu Gast bei Rot-Weiß Oberhausen im Niederrheinstadion (19.30 Uhr). Rein tabellarisch ist es das Verfolgerduell zwischen dem Vierten und dem Fünften – allerdings haben Fortuna und RWO nur noch theoretische Aussichten auf die Meisterschaft und den Drittliga-Aufstieg. Spitzenreiter MSV Duisburg ist sieben Spieltage vor Saisonende enteilt.
Im Pokal-Halbfinale wartet Alemannia Aachen
In den vergangenen Jahren sorgten ähnliche Tabellenkonstellationen bei den Kölnern regelmäßig für Spannungsabfälle in der Saison-Schlussphase. Das soll im Frühjahr 2025 vermieden werden – immerhin hat die Fortuna noch das Endspiel des Mittelrheinpokals im Visier. Im Halbfinale ist am 16. April (19 Uhr) Drittligist Alemannia Aachen zu Gast im Südstadion. Auf dem Wettbewerb liegt nun der Hauptfokus der Zollstocker. Fortunas letzte Partie im DFB-Pokal liegt zwölf Jahre zurück, ein 1:2-Erstunden-Aus gegen den FSV Mainz 05 unter Thomas Tuchel. „Wir werden den Teufel tun, die Spannung jetzt nicht mehr hochzuhalten“, sagte Trainer Matthias Mink mit Blick auf den Mittelrheinpokal. „Das wird die Aufgabe der Spieler sein.“
Im Duell mit Rot-Weiß Oberhausen kann Fortunas Coach auf die zuletzt verletzten oder erkrankten Stipe Batarilo, Arnold Budimbu und Barne Pernot zurückgreifen. „Die Kapelle hat sich wieder etwas gefüllt“, so Mink. Für Julius Biada ist die Saison aufgrund seiner Herzmuskelentzündung aller Voraussicht nach beendet. Verzichten muss Mink am Freitag auch auf seinen gelbgesperrten Kapitän Dominik Ernst. Vom Routinier gab es trotzdem gute Nachrichten: Der Rechtsverteidiger hat seinen Vertrag beim SC Fortuna verlängert, gleiches gilt für Innenverteidiger Seymour Fünger. „Der Plan ist es, die Stammkräfte weitestgehend zusammenzuhalten“, sagte Mink, der neben dem Trainerjob auch den Sportdirektor-Posten ausfüllt. „Mit Blick auf unsere wirtschaftlichen Zwänge wird das natürlich keine leichte Aufgabe.“