Die Kölner Haie haben im Kampf um die direkte Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale einen Rückschlag erlitten. Der KEC unterlag bei den Wolfsburg Grizzlys mit 0:2.
Kölner HaieDer längste Auswärtstrip der Club-Historie beginnt mit Niederlage

Starke Leistung: Haie-Torwart Mirko Pantkowski hielt beim 0:2 in Wolfsburg, was zu halten war.
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Der längste Roadtrip der Vereinsgeschichte hat für die Kölner Haie mit einer Enttäuschung begonnen. Im ersten von neun Auswärtsspielen im Februar hintereinander unterlag der KEC nach zuvor vier Siegen in Serie bei den Wolfsburg Grizzlys mit 0:2 (0:1, 0:0, 0:1). Weil neben Wolfsburg auch die Konkurrenz aus Düsseldorf und Bremerhaven gewann, fielen die Haie in der Tabelle der Deutschen Eishockey Liga (DEL) vom sechsten auf den achten Platz zurück.
Die Haie, die neben den Langzeitverletzten Oleg Shilin, Zach Sill und Julian Chrobot auf den gesperrten Carter Proft verzichten mussten, starteten gut in das für die direkte Playoff-Qualifikation so bedeutsame Spiel. Maximilian Glötzl (2.) und Mark Olver (4.) hatten gute Gelegenheiten. Die beste Chance aber verzeichnete Laurin Braun für die Grizzlys (5.). Mirko Pantkowski fuhr erfolgreich den Schoner aus. Der Haie-Goalie rettete auch gegen Tyler Morley (15.). Es folgte die stärkste Phase der Wolfsburger und die Führung. Haie-Verteidiger Nick Bailen ließ Trevor Mingoia zu viel Zeit und Raum für einen Pass auf Dustin Jeffrey. Der Toptorjäger der Grizzlys hatte keine Mühe den Puck im Tor unterzubringen (16.). Das 1:0 hielt bis zur ersten Drittelpause und war verdient, obwohl die Haie durch Louis-Marc Aubry die Möglichkeit zum 1:1 und im Anschluss auch ihr erstes Powerplay liegen ließen.
Spencer Machacek sorgt für die Entscheidung
Auch das zweite Überzahlspiel zu Beginn des zweiten Durchgangs brachte für die Kölner gegen das beste Unterzahlteam der DEL nicht den erhofften Erfolg. Überhaupt taten sich die Haie ungemein schwer, ihre Offensive zur Entfaltung zu bringen. Wolfsburg kontrollierte mit bissigen Zweikämpfen die neutrale Zone und kam durch Spencer Machacek (26.) Dominik Bittner (34.) und Matt Lorito (36.) zu Gelegenheiten auf 2:0 davonzuziehen.
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Die Kölner mussten sich in die Partie kämpfen. Verteidiger Glötzl setzte ein Zeichen und verabredete sich zum Faustduell mit Ex-Hai Fabio Pfohl (38.). Direkt danach hatte Jason Bast auch die große Chance zum Ausgleich, zielte aber einen Tick zu hoch (39.). Es war ein zähes Ringen, so wie es die Wolfsburger kennen. 30 ihrer 45 Saisonspiele endeten mit nur einem Tor Unterschied – zwei davon gegen die Haie (3:2 und 2:3).
Im Schlussdrittel erhöhte das Team von Uwe Krupp den Druck und hatte durch Olver das 1:1 auf dem Schläger (46.). Kurz danach musste die Partie unterbrochen werden, weil die Schulter von Haie-Verteidiger Brady Austin zu stark für eine Plexiglasscheibe war. 14 Minuten dauerte der Austausch, der den KEC aus dem Konzept brachte und Pfohl die Chance zum 2:0 gab (50.).
Unsere Leistung war nicht schlecht, aber auch nicht allzu gut.
Die Grizzlys blieben das zweikampfstärkere Team und verhinderten so mit vereinten Kräften auch den Ausgleich durch Jon Matsumoto (52.). Die Entscheidung war dann Wolfsburgs Topscorer vorbehalten. Mit seinem 25. Saisontor sorgte Spencer Machacek für das 2:0 und Ernüchterung bei den Kölnern (56.). Es war im 47. Saisonspiel das erste Mal, dass die Haie ohne eigenen Treffer blieben.
„Unsere Leistung war nicht schlecht, aber auch nicht allzu gut. Wir hatten Probleme in die Wolfsburger Zone zu kommen und offensiv etwas zu kreieren“, analysierte Mirko Pantkowski die Niederlage, über die die Haie bis zum 12. Februar Zeit haben nachzudenken. Erst dann steht das zweite Spiel der Auswärtsserie in München auf dem Programm.
Statistik zum Spiel:
Köln: Pantkowski; Müller, Dietz; Bailen, Stanton; Austin, Sennhenn; Glötzl; Olver, McIntyre, Bast; Kammerer, Aubry, Thuresson; Ferraro, Matsumoto, Baptiste; Üffing, Van Calster, Oblinger. – SR.: Hunnius/ Iwert. – Zuschauer: 3126. – Tore: 1:0 Jeffrey (15:45), 2:0 Machacek (55:14). – Strafminuten: Wolfsburg 9; Köln 7.