Das Bonner Ensemble „Die Springmaus“ gastierte im Nümbrechter Park-Hotel und spielte sich dort in eine Welt voll Wortwitz und Wahnsinn.
Impro-TheaterWo in Nümbrecht Quark mit Mett-Flavour unter der Sonne reift

Sie wissen nun auch, wo Berkenroth liegt: Die Springmäuse Sandra Sprünken (von links), Norbert Frieling und Inga Käfer in Aktion auf der Bühne im Nümbrechter Park-Hotel.
Copyright: Siegbert Dierke
Ein weißer Tisch, zwei Stühle, dazu schwarzes Licht – spartanisch ist das Bühnenbild. Und dann: Vorhang auf für reine Wortakrobatik und Gestik vom Feinsten. Denn das Bonner Improvisationstheater Springmaus gastiert im ausverkauften Kursaal des Park-Hotels und inszeniert dort auch gekonnt Nümbrechter Lokalkolorit. Titel des Abends ist: „Endlich wieder live!“. Das Leben, Lachen und Spielen nach der Pandemie nimmt für das Ensemble auf dem Parkett endlich wieder muntere Fahrt auf – und die Zuschauer führen Regie dabei, denn die Springmäuse sind ihre Schauspielerinnen und Schauspieler, sie agieren auf Zuruf.
Auch in Nümbrecht bleibt kein Auge trocken beim Gastspiel der Springmaus
So entführen die Wortakrobaten Inga Käfer, Sandra Sprünken und Norbert Frieling sowie Lukas Frings am Keyboard den Saal in die typische Welt der Improvisation. „Wo kommen Sie denn so her, hier auf dem Lande?“, fragt Norbert Frieling etwa zu Anfang der Show ins Publikum. „Berkenroth“, ruft ein Zuschauer. Und was ist charakteristisch für den Ort? „Sonne“, finden die Zuschauer.
Wie leben die Menschen dort heute? Digital oder analog? Facebook oder Aldi-Talk? Vegan oder Fleisch? Und was wird da so verspeist? Die Wortbeiträge der Zuschauer, zum Beispiel „leckeres Mett“ oder „köstlicher Quark“, betten die Springmäuse ein in ihre Improvisation als „veganer Quark aus Berkenroth mit Mett-Flavour, tief gereift unter der Sonne Berkenroths“.
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Auch rasch erdachte Superhelden aus der Region, die Namen tragen wie „Strecker-Klaus“ und durch einen Sonnenbrand zu Superkräften gelangen, werden in Comedy-Geschichten mit Wortwitz und Soundtrack gepackt. So dröhnen sie „Karl Lauterbach“, ihren Endgegner, mit „25 Gramm heimischen Cannabis“ zu und besiegen ihn schließlich.
Solche und mehr Szenen fügen die Springmäuse zu einer turbulenten Reise auf der Bühne – mit neuen Welten und neuem Irrsinn, sodass während ihrer Show in der Schlossgemeinde mal wieder kein Auge trocken geblieben ist.