Der Kreis Euskirchen hat entschieden, dass es an den Berufsschulen in Euskirchen und Kall künftig neue Bildungsgänge gibt.
AusbildungDiese neuen Angebote gibt es an den Berufskollegs im Kreis Euskirchen

An den Berufsschulen im Kreis Euskirchen tut sich etwas – nicht nur in Sachen Wiederaufbau. Es wird auch neue Schulangebote geben.
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An den Berufsschulen im Kreis Euskirchen wird es ab dem kommenden Schuljahr neue Bildungsgänge geben. Am Berufskolleg Eifel in Kall kann dann der schulische Teil der Ausbildung zu Verwaltungsfachangestellten absolviert werden.
Zudem wird sowohl in Kall als auch am Thomas-Eßer-Berufskolleg in Euskirchen der Bildungsgang Typ I Wirtschaft und Verwaltung eingerichtet. Dieser vermittelt Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, um anschließend eine Ausbildung beginnen zu können. Gedacht ist er für Schüler, die einen Abschluss nach der Klasse 9 haben.
Experten hatten dem Kreis Euskirchen den Bildungsgang empfohlen
Ziel des Bildungsgangs ist es auch, den vermeintlich schwächer Lernenden und neu zugewanderten Schülern eine Perspektive zu bieten. Gleichzeitig soll dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden.
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Mit der Einrichtung des Bildungsgangs folgt der Kreis einer Empfehlung der Projektgruppe biregio im Schulentwicklungsplan. Die hatte mit Blick auf die rückläufigen Schülerzahlen empfohlen, möglichst für alle Jugendlichen aus der Umgebung des Berufskollegs Eifel ein niederschwelliges Angebot schaffen. Dieses Angebot solle ein vollzeitschulischer Bildungsgang mit mehrwöchigen Praktika sein.
Kommunen im Kreis Euskirchen bilden künftig vermehrt aus
Mit der Einrichtung des Bildungsganges Verwaltungsfachangestellte tut sich der Kreis nach eigenen Angaben selbst einen Gefallen. Er hat nämlich ermittelt, dass künftig jährlich 23 bis 26 Fachangestellte in den Verwaltungen der elf Kommunen ausgebildet werden. Damit sei auch die Mindestgröße der Klasse von 22 zu erreichen. Entsprechend habe man sich entschieden, den Bildungsgang anzubieten.
Unterrichtet werden sollen die Berufsschüler in Kall. Auch dafür hatte der Kreis eine Abfrage gemacht, in welchen Kommunen die aktuellen Auszubildenden wohnen. Die Auswertung habe ergeben, dass mehr als die Hälfte, die derzeit eine Ausbildung absolvieren, in den Südkreiskommunen wohnen, heißt es vom Kreis. Aktuell müssen diese für den schulischen Part ihrer Ausbildung beispielsweise nach Köln auspendeln.
Die mit der Schulentwicklungsplanung beauftrage Projektgruppe biregio hatte unter anderem wegen der Kreisstadt Euskirchen empfohlen, den Bildungsgang am Thomas-Eßer-Berufskolleg einzurichten. Die Kreisverwaltung und Politik sehen das anders. Sie haben sich einstimmig für Kall entschieden und wollen so den Standort in der Eifel stärken.
Zudem sei das Berufskolleg Eifel mit der Berufsschule für Bankkaufleute, Kaufleute für Büromanagement oder auch Industriekaufleute bereits kaufmännisch ausgerichtet. Nun wird der Kreis bei der Bezirksregierung einen entsprechenden Antrag zur Einrichtung der Bildungsgänge an den beiden Berufskollegs stellen.