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„Porzer Rheinromantik“Ein Sommerfest mit Synergie-Effekt

Lesezeit 4 Minuten

Zu oft ungenutzt bleibt das „Filetstück“ von Porz, finden die Organisatoren. Mit der Premiere der „Porzer Rheinromantik“ am zweiten Juli-Wochenende soll sich das ändern.

Porz – Wenn Holger Harms am Friedrich-Ebert-Ufer steht und auf den Rheinbogen blickt, kommt er ins Schwärmen: „Andere Menschen fahren 100 Kilometer weit, um so einen Rheinblick zu sehen, und wir in Porz haben so einen Ort direkt vor der Haustür.“ Das Problem: Dieser Ort wird viel zu wenig genutzt. Dem will Harms entgegensteuern. Den ersten Anlauf hat er als Organisator des „Porzer Rheinnachtsmarktes“ zusammen mit Bezirksbürgermeister Henk van Benthem als Veranstalter Ende vergangenen Jahres gemacht. Mit Erfolg. Die Resonanz war groß.

Fest nach Vorbild des „Rheinachtsmarktes“

Was im Winter funktioniert hat, kann doch im Sommer nicht schlecht sein, haben Harms und van Benthem gedacht. Mit Blick in den Kalender, sprang ein bestimmtes Datum, mit einer bestimmten Veranstaltung ins Auge: Das Wochenende der Kölner Lichter – dieses Jahr am 13. Juli. Just zu diesem Zeitpunkt haben auch die Karnevalisten der Poorzer Nubbele in den vergangenen 14 Jahren immer ihr Sommerfest veranstaltet. Wieso da nicht Synergie-Effekte nutzen? Gesagt, getan. „Zusammen mit dem erfolgreichen Team des ,Rheinnachtsmarktes' haben wir die Köpfe zusammengesteckt und überlegt, wie wir Kräfte bündeln können“, so Markus Galle, Präsident der Nubbele. Als Vierter mit ins Boot geholt wurde Bürgeramtsleiter Karl-Heinz Merfeld. Schließlich soll das Fest wieder auf der Promenade vor dem Bezirksrathaus stattfinden. Vom „Rheinnachtsmarkt“ sei er schon so begeistert gewesen, dass seine Zusage für die „Porzer Rheinromantik“ nicht lange auf sich warten ließ. „Das Bürgeramt wird da helfen, wo es möglich ist.“

Buntes Bühnenprogramm und kulinarische Vielfalt

Die Veranstaltung selbst soll fernab von Karneval und Ballermann an zwei Tagen den Gästen ein Mix aus kulinarischen Angebot und Programm bieten. Die Bühne werde so wie beim „Rheinnachtsmarkt“ aufgestellt werden, sodass die gesamte Promenade eingesehen werden kann, sagt Holger Harms, kreativer Kopf und Ideengeber im Orga-Team. Masten für die Beschallung sollen wie bei der Wintersause die gesamte Promenade mit Musik versorgen. So sei eine moderate Lautstärke über das ganze Areal der Veranstaltung gesichert, so Harms. Am ersten Tag, Freitag, 12. Juli, wird hier unter anderem die Coverband The Beat Goes On spielen. Am Samstag ist ein Auftritt von Graham Bonney geplant.

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Geplant sind verschiedene kulinarische Angebote gepaart mit Wein- und Cocktailständen, einem Biergarten sowie einer Zigarren- und Whisky-Lounge. Ebenfalls wird eine LED-Wand aufgestellt sein. Hier ist geplant, dass Gäste Fotos, Liebeserklärungen und nette Worte an eine bestimmte Rufnummer schicken können, die dann – allerdings nicht ungefiltert – auf die LED-Wand gespielt werden. Für das romantische Flair soll auch eine Aktion mit Herzluftballons sorgen. Auch an die Pänz haben die Veranstalter gedacht. So wird es auf dem Alfred-Moritz-Platz am Bezirksrathaus verschiedene Angebote für die jüngeren Besucher geben.

„Kölner Lichter“ per Live-Übertragung ansehen

Auf das Feuerwerk der Kölner Lichter müssen die Gäste der „Rheinromantik“ nicht verzichten. Das wird auf der LED-Wand übertragen. Den Schiffskonvoi auf dem Rhein werde man nicht mit Feuerwerk begrüßen, sondern mit Trompetenklängen aus den Rathausfenstern. „Wir müssen bedenken, dass der Konvoi an Porz vorbeifährt, wo es noch nicht so dunkel ist“, klärt Harms auf. Da lohne sich ein Feuerwerk nicht. Außerdem könne man sich mit den Trompeten von anderen Aktionen entlang des Rheinufers absetzen. Zudem werde es noch Gespräche mit dem Veranstalter der Kölner Lichter geben, dass die Musik auf den Schiffen auf Höhe von Porz unterbrochen wird, damit die Trompetenklänge auch auf dem Wasser zu hören sind.

„Was wir machen, ist keine Fortführung der Porzer Lichter“, betont Bezirksbürgermeister van Benthem. Die brauche es auch nicht. „Ich bin überzeugt, dass wir mit der ,Rheinromantik' ein gutes Konzept haben, das über die Porzer Grenzen hinweg für Aufsehen sorgen wird.“

„Rheinromantik“ soll langfristig stattfinden

Und das wäre gut, denn das Orga-Team denkt nicht über eine einmalige Sache nach. „Wir denken auf die nächsten sechs Jahre hin“, sagt Markus Galle. Es gebe sogar Überlegungen, eine Gesellschaft zu gründen, verrät Holger Harms. Denn neben der „Rheinromantik“ und dem „Rheinnachtsmarkt“ gibt es Überlegungen für eine dritte Veranstaltung am Porzer Rheinufer. In welche Richtung die gehen könnte, will Harms noch nicht verraten. Nur eins sei sicher: Der Rhein und das Ufer, als Filetstück von Porz, werden dabei wieder eine Rolle spielen.