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KVB in SorgeMassenhaft Schlösser zerstört – Video auf Tik-Tok als Ursache?

Lesezeit 2 Minuten

Mit einem Trick werden die Schlösser von KVB-Rädern zerstört. 

Köln – Es brauchte nur wenige Tage und schon waren über 500 Schlösser an KVB-Rädern zerstört. Das Ausmaß der Zerstörungswut ist so groß, dass die Kölner Verkehrs-Betriebe und der Betreiber des Leihradangebotes, nextbike, den üblichen Betrieb nicht mehr aufrechterhalten können. „Wegen des Vandalismus’ muss nun vorübergehend das Bedienungsgebiet des Leihradangebotes eingeschränkt werden. Aktuell können die Räder nur innerhalb der Flexzone ausgeliehen und zurückgegeben werden“, sagt ein KVB-Sprecher.

Die Flexzone umfasst weiträumig das Kerngebiet Kölns. In ihr können die Räder weitestgehend frei abgestellt werden. Doch eigentlich kann die 3000 Räder umfassende Flotte auf dem gesamten Kölner Stadtgebiet genutzt werden. Außerhalb der Flexzone gelten nur strengere Regeln fürs Abstellen der Räder. Nun also die Einschränkung: „Die Maßnahme ist leider erforderlich, um öffentliches Eigentum zu schützen und den Ursachen dieses wachsenden Problems entgegenzuwirken“, heißt es aus der KVB-Zentrale.

Auf Tik-Tok kursiert ein Video zur Zerstörung

Doch was könnte die Ursache für die auffällige Häufung der willkürlichen Beschädigungen sein? Auf dem Video-Portal Tik-Tok kursiert ein Video, in dem gezeigt wird, wie mit einem Stein das Schloss der KVB-Leihräder zerstört werden kann. Mit dem Video wird zu einer „Challenge“ (Herausforderung) aufgerufen. Damit animieren die meist jungen Nutzer der Plattform zum Nachahmen.

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Die KVB ruft nun zur Mithilfe auf. Wer Zeuge einer Beschädigung werde, solle die Polizei rufen und dem Unternehmen das beschädigte Rad melden. (ngo)