Er sang schon in der Hitparade und schrieb Lieder für "The Lords". Nach drei Jahrzehnten bei den Höhnern hat der Kölner Musiker Hannes Schöner nun ein eigenes Album präsentiert.
Befreiung von der KarnevalsmusikEx-Höhner-Musiker veröffentlicht eigenes Album

Album Praesentation von Hennes Schoener in der Torburg
Copyright: Costa Belibasakis
Der Begriff Comeback verbietet sich, denn im Grunde hat Hannes Schöner nie aufgehört Musik zu machen. „Ich sehe mich als Liedermacher“, erzählt er, die Bühne habe er nach seinem Ausstieg bei den Höhnern vor drei Jahren nicht vermisst, „aber das Kreativsein und das Umsetzen von Ideen war immer mein Ding“, sagt der in Köln geborene Musiker, der inzwischen in Bad Münstereifel lebt. Auf dem Album sind 15 Lieder versammelt, stilistisch durchaus abwechslungsreich, mal poppig, mal schlagerlastig.
Die Zeit bei den Höhnern will Hannes Schöner nicht missen, doch nun hat er sich befreit vom ungeschriebenen Band-Gesetz, das jeder Song zur Karnevalszeit auch um Mitternacht im Gürzenich funktionieren muss. „Die Schere im Kopf ist jetzt weg“, gesteht er erleichtert. Wenn er die alten Aufnahmen von Faircontrol sieht, muss er schmunzeln. „Die ästhetischen Maßstäbe sind kaum noch zu verstehen. Das war eine andere Zeit“, sagt er. Damals hat er übrigens auch mehrfach Stücke für die deutsche Rockband „The Lords“ geschrieben.
Hannes Schöner ist stilistisch abwechslungsreich
Entstanden sind die neuen Lieder im eigenen Tonstudio, wo er auch mit den Höhnern einst regelmäßig an Songs werkelte. Für das Album spielte auch der Höhner-Multiinstrumentalist Jens Streifling einige Saxophon-Parts ein. In der Nummer „Heiligabend“ wird Demenz thematisiert, es geht oft um Liebe und Freundschaften, ins Ohr geht vor allem die Nummer „Wo warst du damals“. Eine ordentliche Portion 80er-Sound liefert Schöner mit „Nun sag schon Adieu“, einer Neuinterpretation seines Hits aus der damaligen Zeit, als er mit diesem Song Platz drei beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision-Songcontest belegte.
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Viele Auftritte plant Hannes Schöner nicht, die neuen Stücke hat er jetzt mit zwei befreundeten Musikern in einer Südstadt-Kneipe vorgestellt. „Mir ging es bei meinem Ausstieg bei den Höhnern vor allem darum, die Schlagzahl zu reduzieren, denn die war enorm“, erzählt er. Nun hat Hannes Schöner so etwas wie ein Privatleben, in der Eifel hat er einen Freundeskreis gefunden, „ ein großes Glück“ nett er das.
Erschienen ist das neue Album „Nah bei mir“ am Freitag beim Label GMO.