Bei Trainer Matthias Mink ist der Ärger über den späten Ausgleich beim 1:1 gegen die SF Lotte verflogen. Am Samstag kommt Gütersloh nach Köln.
Drei sieglose Spiele in FolgeFortuna Köln will zurück zur anfänglichen Effizienz

Matthias Mink, Trainer des SC Fortuna Köln
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Es war ein bitterer Augenblick für Fortuna Köln, als der Südstadt-Klub am vergangenen Spieltag der Regionalliga West gegen die Sportfreunde Lotte in der 96. Minute den Ausgleich zum 1:1 hinnehmen musste – die Tabellenführung war dahin. Entsprechend enttäuscht wirkten Spieler, Vorstand, Trainer und Staff nach dem Schlusspfiff.
Einige Tage später hatte sich das Stimmungsbild zumindest etwas gewandelt. „Ich würde das Unentschieden in Lotte nicht als Rückschlag bezeichnen. Auswärts beim zu diesem Zeitpunkt Tabellenzweiten auf Augenhöhe zu spielen – wenn man das nackte Ergebnis sieht – dann ist das sicherlich in Ordnung. Aber es war natürlich ärgerlich“, erklärte Fortuna-Trainer Matthias Mink. „Wichtig ist, dass wir positiv damit umgehen. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, mit vielen Tormöglichkeiten. Hinten raus mussten wir gewisse Drucksituationen aushalten. Das Gegentor wollten wir nicht kassieren, das war maximal unglücklich.“
Matthias Mink fordert bessere Abwehrarbeit
Unabhängig davon soll es am kommenden Samstag besser laufen, wenn der FC Gütersloh im Südstadion gastiert (14 Uhr), der sich aktuell auf dem 14. Tabellenplatz befindet. „Wir sind klar in der Favoritenrolle, aber die letzten Spiele von Gütersloh waren alle eng. Es wird ein harter Kampf. Wir müssen gut und vor allem effektiv spielen, um das Momentum auf unsere Seite zu ziehen. Zudem müssen wir, wenn wir führen, als Team einheitlich besser verteidigen“, sagt der 57-Jährige.
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Trotz der drei sieglosen Partien in Folge trennt Fortuna und Tabellenführer Rot-Weiß Oberhausen nur ein Punkt. Mink misst dem aktuellen Ranking keine große Bedeutung zu: „Es ist alles eng. Vom Tabellenführer bis zum Siebten sind es gerade einmal vier Punkte. Deswegen möchte ich keine Ambitionen heraufbeschwören, weil sich innerhalb von ein, zwei Spieltagen wieder alles verändern kann.“ Statt sich auf die Tabelle zu fokussieren, setzt der Trainer auf Konstanz und den eingeschlagenen Weg: „Wichtig ist, dass wir unsere Spielweise beibehalten und uns durch beharrliche Arbeit das Spielglück wieder erarbeiten, sowohl offensiv als auch defensiv.“
Die Mannschaft von Mink zeigt in dieser Saison eine klare Handschrift: Spielkontrolle, mit und ohne Ball, gepaart mit Leidenschaft und Emotionalität auf dem Platz. An den ersten fünf Spieltagen überzeugte Fortuna durch eine beeindruckende Effizienz, die zuletzt nachgelassen hat. Das soll sich am Samstag im Südstadion wieder ändern, wie Trainer Mink deutlich macht: „Das Team hat sich nach den letzten drei Spielen gesagt, dass sie effektiver werden und die Spiele wieder gewinnen wollen.“