Köln – Die Kölner Haie haben früh in der Saison den Beweis angetreten, dass sie über ein intaktes Mannschaftsgefüge verfügen. Beim 3:2-Heimsieg nach Verlängerung gegen die Augsburger Panther machten die Schützlinge von Trainer Uwe Krupp einen schnellen 0:2-Rückstand wett. „Das Team harmoniert super, das sieht man dann auch auf dem Eis. Wir haben zurzeit Spaß am Spiel“, freute sich Stürmer Lucas Dumont, der den KEC nach rund einer halben Stunde mit seinem Anschlusstreffer zum 1:2 zurück in die Partie gebracht hatte.
Es war ein hartes Stück Arbeit, das die Haie auf dem Weg zu ihrem dritten Sieg im vierten Spiel zu verrichten hatten. Krupp sprach von einem „schweren, kraftaufwendigen Spiel“, bei dem seine Mannschaft „nicht ganz so fokussiert“ begonnen hatte. „Augsburg war handlungsschneller und in den Zweikämpfen bissiger.“ Die Folge war ein Doppelschlag durch Abstauber von Adam Payerl (5.) und Chad Nehring (9.).
KEC nach dem zweiten Drittel überlegen
Im zweiten Abschnitt kamen die Kölner allmählich besser in Tritt. Es musste jedoch ein missglückter Wechsel der bis dato kompakt verteidigenden Gäste her, um Lucas Dumont das 1:2 (33.) zu ermöglichen. Ab dem dritten Drittel waren die Gastgeber dann das überlegene Team. „Wir haben uns zum Ende des Spiels hin gesteigert, hatten mehr Kraft und waren spritziger“, analysierte Uwe Krupp. Der Ausgleich durch ein Kontertor von Jon Matsumoto fiel folgerichtig (47.).
Entschieden wurde die Partie durch einen weiteren Scheibenverlust der zunehmend fahrigeren Gäste. 88 Sekunden waren in der Overtime verstrichen, als Neuzugang Andreas Thuresson an der eigenen blauen Linie den Puck eroberte und per Alleingang zum zweiten Sieg nach Verlängerung im zweiten Saison-Heimspiel vollstreckte. Es war ein Arbeitserfolg mit erneut eher geringem spielerischen Glanz gegen einen Gegner, der auch seine dritte Partie verlor.
Kölner Haie wissen zu kämpfen
Uwe Krupp hob im Anschluss den Kölner Kampfgeist hervor: „Ich bin stolz auf die Art und Weise, wie die Jungs im Spiel geblieben sind. Sie haben sich nicht hängen lassen und sich die Dinge, die wir ihnen in den Drittelpausen mit auf den Weg gegeben haben, zu Herzen genommen. Sie haben viel Moral gezeigt, um nach einem 0:2 zurückzukommen und am Ende noch zwei Punkte zu holen“, lobte der Haie-Coach. Ein wichtiger Faktor waren auch die immerhin rund 8700 Anhänger, die trotz des ungeliebten Spieltermins am Sonntagabend in die Lanxess Arena gekommen waren. „Wir waren alle motiviert und wollten mit der tollen Unterstützung unserer Fans im Rücken zurückkommen“, unterstrich Lucas Dumont nach einem Jahr im Zeichen der Geisterspiele.
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Das bereits für Dienstag (19.30 Uhr, Magenta Sport) angesetzte nächste Heimspiel gegen den Tabellenelften Nürnberg Ice Tigers wollen die Kölner nutzen, um nach einem Fünf-Punkte-Wochenende weiter nachzulegen. Das Tor wird diesmal wahrscheinlich Tomas Pöpperle hüten. „Wir müssen die Ice Tigers dazu zwingen, dass sie sich unserem Spiel anpassen“, fordert Angreifer Dumont. „Dann ist alles drin.“
Die Haie treten erneut ohne Mark Olver an, der mit einer Handverletzung mehrere Wochen ausfällt. Gegen Augsburg war Maxi Kammerer ersatzweise auf die Center-Position gerückt. „Er hat einen guten Job gemacht“, war Krupp mit dem ehemaligen Düsseldorfer zufrieden.