Im Rückblick wird 2023 als ein weitgehend verlorenes Jahr in die Karriere des slowenischen Junioren-Nationalspielers eingehen.

KommentarFall Jaka Cuber Potocnik hat immensen Schaden angerichtet

Im Fall Jaka Cuber Potocnik ist noch kein Urteil gesprochen worden.
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Es ist zwar noch zu früh, im Fall Jaka Cuber Potocnik ein endgültiges Fazit zu ziehen, so lange der Internationale Sportgerichtshof sein Urteil nicht gesprochen hat. Doch schon jetzt ist klar, dass der Transferstreit mit Olimpija Ljubljana selbst im Falle eines nachträglichen Freispruchs durch den CAS immensen Schaden aufseiten des 1. FC Köln angerichtet hat.
Zum einen bei Jaka Cuber Potocnik. Einem jungen Mann, der im Alter von 16 Jahren das Elternhaus in Slowenien verließ, um in einem fremden Land seinen Traum vom Profifußball zu verwirklichen. Deutschlandweite Bekanntheit hat Potocnik bereits erlangt. Allerdings nicht aufgrund der Tore, die er in der Kölner U19 zu unbeschwerten Zeiten reihenweise erzielte. Sondern wegen des von Potocnik nicht zu verantwortenden Gerichtsverfahrens, das ihn derart um die Zukunft des 1. FC Köln bangen ließ, dass der Torjäger seine Form verlor.
Im Rückblick wird 2023 als ein weitgehend verlorenes Jahr in die Karriere des slowenischen Junioren-Nationalspielers eingehen. Potocnik fehlte von der Fifa gesperrt, als der FC-Nachwuchs den Kampf um die Deutsche Meisterschaft im Halbfinale verlor und den DFB-Juniorenpokal gewann. Obendrein verzögerte sich seine längst vorgesehene Eingliederung in die offensivschwache Profi-Mannschaft.
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Der 1. FC Köln hegt zwar weiterhin die Hoffnung, die Transfersperre abwenden zu können. Inzwischen geht es für den Tabellenletzten der Bundesliga aber nur noch um Schadensbegrenzung. Die fehlende Planungssicherheit im Vorfeld dieser bislang so schwierigen Saison hat das ohnehin hoch komplizierte Unterfangen, die Zeit nach Jonas Hector und Ellyes Skhiri zu gestalten, zusätzlich erschwert und könnte im siebten Bundesliga-Abstieg gipfeln. Zudem ist ein Ende der Ungewissheit nicht in Sicht.
Das alles wegen eines Transfer-Wagnisses im Jugendbereich, das der 1. FC Köln in Anbetracht der bekannten Risiken nicht hätte eingehen dürfen – oder später zumindest hätte entschärfen müssen.