Die amtierende Windecker Bürgermeisterin kann wieder auf Unterstützung von drei Parteien bauen.
BürgermeisteramtAlexandra Gauß strebt eine zweite Amtszeit in Windeck an

Alexandra Gauß will Bürgermeisterin von Windeck bleiben.
Copyright: Ralf Rohrmoser-von Glasow
Seit Dezember 2018 ist Alexandra Gauß Bürgermeisterin der Gemeinde Windeck. Zur Kommunalwahl im September tritt die 46-Jährige wieder als Kandidatin fürs höchste Amt im Rosbacher Rathaus an. Wie bei der Wahl 2018, bei der sie auf Anhieb eine absolute Stimmenmehrheit (53,8 Prozent) einfuhr, kann sie auf die Unterstützung von Grünen, CDU und FDP bauen.
Die Christdemokraten haben Gauß bereits Anfang vergangener Woche in ihrer Mitgliederversammlung auf den Schild gehoben. Jetzt folgte die einstimmige Nominierung durch ihre Partei, Bündnis 90/Die Grünen.
Alexandra Gauß aus Windeck sagt: „Die Menschen in Windeck motivieren mich“
Im Gespräch mit der Redaktion erklärte die Diplom-Volkswirtin und ledige Mutter von zwei Kindern, was sie dazu bewegt, erneut zu kandidieren. „Die Menschen in Windeck motivieren mich“, sagt Gauß, die in einem der Dörfer zu Hause ist. Ihr Wunsch sei es, gemeinschaftlich dafür zu sorgen, „dass Windeck ein guter Ort zum Leben bleibt, dass Windeck Heimat bleibt“.
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Zu ihren Herzensangelegenheiten zählt sie, die Gemeinschaftsstrukturen in den Ortschaften zu unterstützen und Zugezogene zu integrieren. Der Ausbau der sozialen Infrastruktur und des Bevölkerungsschutzes seien Aufgaben der nächsten Jahre. Dabei ist der Finanzexpertin, die ehedem in der Haushaltsabteilung des NRW-Finanzministeriums tätig war, bewusst, dass die Kassensituation der Kommune seit langem alles andere als rosig aussieht. Trotzdem habe man in den zurückliegenden Jahren einiges erreicht. „Wir haben mit schlechten Voraussetzungen angefangen“, erinnert sie daran, dass es zum Beispiel auf dem Land noch kein Internet gab, als dies in den Städten längst selbstverständlich war. Ihr Credo angesichts begrenzter Mittel lautet: „Mit wenig gemeinsam viel bewegen.“
Lob spendet die Bürgermeisterin dem Gemeinderat. Das Verhältnis von Verwaltung und Politik empfindet sie als „sehr gut“. „Ich finde es wunderbar, dass über alle Fraktionen hinweg zusammen für die Sache und für den Menschen gearbeitet wird, so einen Rat kann man sich nur wünschen.“ Ob Alexandra Gauß bei der Bürgermeisterwahl Konkurrenz aus den Reihen der SPD bekommt, ist bis dato unklar. Die Sozialdemokraten, deren Kandidat bei der 2018er Wahl 34,2 Prozent der Stimmen erhielt, haben bislang noch keinen Bewerber aufgestellt.