Die verlorene Kampfabstimmung um die CDU-Bürgermeisterkandidatur hat Folgen: Der unterlegene Kandidat tritt vom Amt zurück.
Nach NiederlageAddy Muckes tritt als Vorsitzender der CDU Kerpen zurück

Addy Muckes bei der Mitgliederversammlung der CDU am Mittwoch in der Jahnhalle. Muckes unterlag gegen Harald Stingl in der Wahl um die CDU-Kandidatur um das Bürgermeisteramt.
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Addy Muckes zieht seine Konsequenzen aus seiner Niederlage um die CDU-Kandidatur für das Bürgermeisteramt in Kerpen. „Hiermit gebe ich bekannt, dass ich mit sofortiger Wirkung mein Amt als Parteivorsitzender des CDU Stadtverbandes Kolpingstadt Kerpen niederlege“, teilte Muckes am Freitag, 4. April, mit. Muckes war am Mittwochabend bei der Mitgliederversammlung in der Jahnhalle Harald Stingl unterlegen.
Die Niederlage führt Muckes, der die Abstimmung mit 43 zu 75 Stimmen verloren hatte, ausdrücklich als Grund für seinen Rücktritt an. „Diese Entscheidung erfolgt im Anschluss an das deutliche Abstimmungsverhalten unserer Mitglieder zu meiner Bürgermeisterkandidatur, das mir gezeigt hat, dass ein klarer Wunsch nach Veränderung besteht“, schreibt Muckes in einer Pressemitteilung.
Kerpen: Muckes respektiert Votum der Mitglieder gegen ihn
Weiter heißt es: „Ich respektiere die Meinung und das Votum unserer Mitglieder und sehe es als meine Pflicht an, auf diese klare Botschaft zu reagieren.“ Es sei wichtig, dass der Vorsitzende in dieser Phase die Unterstützung und das Vertrauen aller Mitglieder habe. Muckes bedankte sich bei allen, die ihn in der Vorstandsarbeit begleitet und unterstützt hätten.
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„Es war mir eine Ehre, die CDU Kerpen zu führen und gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen an unseren Zielen zu arbeiten“, schreibt Muckes. „Ich wünsche meiner Nachfolgerin oder meinem Nachfolger viel Erfolg und alles Gute für die kommenden großen Herausforderungen.“
Muckes' Kontrahent Stingl, Pressesprecher der Stadt Kerpen, gilt als Kandidat des CDU-Fraktionsvorsitzenden Klaus Ripp. Er war erst Mitte Februar in die Partei eingetreten und hatte den Vorstand erst eine Woche vor der Mitgliederversammlung über seine Kandidatur unterrichtet. Bei der Kommunalwahl wird der Nachfolger von Dieter Spürck (CDU) gewählt, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr antritt.