Die Besucherinnen und Besucher des alternativen Weihnachtsmarkts erwiesen sich als wetterfest.
UmweltzentrumBei der Waldweihnacht im Friesheimer Busch steht die Natur im Mittelpunkt

Unter Anleitung konnten die Kinder bei der Waldweihnacht im Friesheimer Busch Nistkästen basteln.
Copyright: Ulla Jürgensonn
Weniger Besucher, weil schlechtes Wetter ist? Das mag für andere Weihnachtsmärkte gelten, aber doch nicht für die Waldweihnacht im Friesheimer Busch. Im Gegenteil, die Veranstalter melden sogar mehr Betrieb als in den Jahren zuvor.
Das hängt sicher auch damit zusammen, dass, wer ins Umweltzentrum kommt, ohnehin auf festes Schuhwerk und warme Kleidung setzt. Zum anderen war Glück im Spiel. „Wir haben das blaue Loch erwischt“, sagt Hans-Joachim Kühlborn, Geschäftsführer des Umweltnetzwerks Erftstadt. Als der alternative Weihnachtsmarkt eröffnete, war der Sturm abgeflaut, als die Stände schlossen, setzte der Regen ein.
Umweltzentrum in Erftstadt setzt auf Nachhaltiges und Selbstgemachtes
Das Konzept der Waldweihnacht ist seit Jahren bewährt: kein Standard-Sortiment wie auf anderen Märkten, stattdessen Selbstgemachtes, fair Gehandeltes und Nachhaltiges. Eine ganze Reihe Vereine – nicht nur die, die im Umweltzentrum angesiedelt sind – machen mit und nutzen die Gelegenheit, ein bisschen Geld für ihre gemeinnützigen Projekte einzunehmen.
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Vor allem die Kinder hatten Spaß, weil sie nicht nur zuschauen, sondern auch mitmachen konnten. Am Lagerfeuer war selten ein Platz frei, denn dort konnten die Jungen und Mädchen Stockbrot rösten. Handwerkliches Geschick brauchte, wer an der Nistkastenhütte des Naturschutzbundes (Nabu) Behausungen für Vögel zimmern wollte.
Waldwichtel erzählten in Friesheim Geschichten zur Weihnacht
Wem der Umgang mit Hammer und Nägeln nicht so lag, der konnte auch fertige Nistkästen bunte bemalen. Für Post ans Christkind stand ein Briefkasten bereit, in den Wunschzettel eingeworfen wurden. In gemütlicher Runde konnten Groß und Klein Geschichten von Waldwichtel und anderen Erzählungen lauschen.
Und ja, natürlich gab es auch Weihnachtliches zu essen und zu trinken, auch wenn der Nabu vermelden musste, dass die gebrannten Mandeln rasch ausverkauft waren. Glühweinduft und Blasmusik sorgten für adventliche Stimmung, ebenso die vielen Kerzen, die bei Einbruch der Dunkelheit entzündet wurden.
Nur das Ende der Waldweihnacht kam dann ein bisschen überhastet. Da kam doch nach mal Sturm auf, so dass die Zelte und Pavillons in Windeseile abgebaut werden mussten.