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Im Pokal-ViertelfinaleVfL Gummersbach schlägt Nordhorn-Lingen mit 38:26

Lesezeit 3 Minuten
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Mit seinen drei Treffern feierte Blitztransfer Odinn Thor Rikhardsson einen gelungen Einstand beim VfL.

Gummersbach – Dass auch 980 Zuschauer die Schwalbe-Arena in einen Hexenkessel verwandeln können, zeigte sich nach dem 38:26 (19:11)-Erfolg des VfL Gummersbach gegen die HSG Nordhorn-Lingen. Mit dem Sieg zieht der VfL nach sieben Jahren wieder ins Viertelfinale um den DHB-Pokal ein.

Und er hat dabei gute Chancen auf ein weiteres Heimspiel, wenn am Freitag die Paarungen für den Spieltag Anfang  Februar gezogen werden.  Denn bis ins Viertelfinale bekommt der klassentiefere Gegner automatisch das Heimrecht zugesprochen.   So hat nächste Woche  nur  noch der ASV Hamm gegen  Bundesligatabellenführer SC Magdeburg die  Chance auf ein Weiterkommen, ansonsten stehen nur noch Erstligisten  im Wettbewerb.

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Einen Wunschgegner habe er nicht, sagte ein zufriedener VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson. Er sei überglücklich, wie seine Mannschaft gespielt habe, erklärte er.  Egal, wen er eingesetzt  habe, jeder habe seinen  Teil zum souveränen Sieg beigetragen. Bis auf Ole Pregler, der nach seiner schweren Gehirnerschütterung erstmals wieder im Kader war, bekamen alle Einsatzzeiten.

Kurzfristig verzichten musste der  VfL auf Alexander Hermann, der grippekrank war. Ebenfalls nicht dabei war Raul Santos aufgrund seiner Wadenverhärtung. Dafür war Neuzugang Odinn Thor Rikhardsson, der erst seit dem Wochenende im Training ist, vom Anpfiff an dabei und warf  zum 15:8 (24.) sein  erstes Tor für den VfL.   Am Ende waren es drei und der Isländer zeigte, dass er dem VfL in den verbleibenden drei Ligaspielen bis zum Jahresende Entlastung auf Rechtsaußen geben kann. 

Gegen den Tabellendritten der Zweiten Liga, der Ausfälle durch  Corona-Infektionen hatte,  war es  für den VfL nur bis zum 5:5 (9.) ein Spiel auf Augenhöhe. Dann setzten sich die   Gastgeber  ab und  die Nordhorner ließen schon früh die Köpfe hängen. „Wir waren heute Abend einfach nicht  so weit, dass wir ansatzweise konkurrenzfähig gewesen wären“, sagt HSG-Trainer Daniel Kubes in seinem knappen Statement  nach dem Spiel.

Keine Atempause für ersatzgeschwächte Gäste

Im Tor zeigte Tibor Ivanisevic seine Klasse und überzeugte schon bis zur Pause mit  neun Paraden und einem Treffer ins leere Tor. Da hatten seine Vorderleute bereits drei Siebenmeter  vergeben und führten trotzdem mit 19:11.  So ging es nach dem Wiederanpfiff weiter. Die Gummersbacher  gönnten den angeschlagenen Nordhornern  keine Atempause und bauten den Vorsprung bis auf  29:15 (43.)  aus. Im Tor knüpfte Martin Nagy nahtlos an die Leistung von Ivanisevic an, und am Kreis war Jonas Stüber nicht zu halten.

In der Schlussphase  der Partie  wechselte  Sigurdsson   durch. Finn Schroven erwies sich dabei noch als sicherer Siebenmeter-Werfer. Nach dem Abpfiff forderten die Fans lautstark von Jonas Stüber die Humba, was der auch gerne erfüllte. „Heute hat alles gut geklappt“, erklärte der Kreisläufer. Auch er nannte  keinen Wunschgegner für die nächste Runde, ließ sich  aber auch von den großen Namen der Bundesliga nicht Bange machen. „Es soll ruhig kommen wer will, wir werden unser Bestes geben“, so der   Kreisläufer. „Wenn  wir so spielen wie heute, ist es schwer, uns zu schlagen“, sagte Stüber mit Blick auf die kommende Auswärtspartie am Sonntag, 17 Uhr, beim Tabellen-17. DJK Rimpar Wölfe, die in der vergangenen Saison ein Stolperstein war.

Tore VfL: Ivanisevic (1), Rikhardsson (3), Fanger (1), Vidarsson (3), Köster (4), Schroven (2/2), Schneider (1), Herzig (3), Styrmisson (7), Kiesler (1), Stüber (5), Zeman (2), Bozovic (5/1).

Tore Nordhorn: Torbrügge (4), Weber (3/1), Mickal (3), Patzel (2), de Boer (2), Visser (1), Wasielewski (4), Pöhle (6/1), Kalafut (1).