Köln – Ich komme vom Laufen. Damit habe ich vor zehn Jahren angefangen. Irgendwann bin ich den ersten Marathon gelaufen und so bin ich dann zum Triathlon gekommen. Als Jugendlicher bin ich mal geschwommen und das Rad ist mein Hauptverkehrsmittel in der Stadt. Ich habe mich gefragt: „Mensch, könntest du das auch?“ Das Schöne ist, dass man nicht nur eine Distanz hat.
Henning Richter trainiert bei KölnTriathlon, einem kleinen Verein mit rund 60 Mitgliedern. Ihr Training organisieren die Hobbysportlerzum größten Teil selbst. An Samstagen findet regelmäßig einLauftreffstatt, sonntags ein Radtreff.Der 37-Jährige kümmert sich auch um den Triathlon-Nachwuchs und trainiert die „Cologne Triathlon Rookies“, eine Anfängergruppe, die er in vier Monaten für die kürzeren Distanzen fit macht. Das sind 700 Meter Schwimmen, circa 25 Kilometer Radfahren und eine Runde um den Fühlinger See (rund sieben Kilometer). „Mit der richtigen Vorbereitung kriegt das jeder hin“, meint der Experte. (pas)
Beim Triathlon gibt es Langdistanzen wie den bekannten „Ironman“ mit 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42 Kilometer Laufen. Lange Strecken trainiert man mit niedrigem Puls, aber man muss sich dafür viel Zeit nehmen. Kurzdistanzen sind hier in Köln 700 Meter Schwimmen, 25 Kilometer Radfahren und einmal um den Fühlinger See, das sind sieben Kilometer. Ein gewisser Suchtfaktor ist dabei.
Nicht ganz so schnell bin ich im Schwimmen. Das ist ein komplexer Bewegungsablauf. Damit, seine Technik zu verbessern, ist man eigentlich nie wirklich fertig. Aber für mich ist das psychologisch optimal: Ich komme nicht als Erster aus dem Wasser, auf dem Rad überholen mich nicht allzu viele und beim Laufen räume ich das Feld von hinten auf. Beim Schwimmen ist es wichtig, dass man „gute Füße findet“ und sich beim Massenstart aus der Klopperei raushält. Gut ist, wenn man jemanden findet, der ähnlich schnell ist, besser noch ein bisschen schneller, um den Wasserschatten auszunutzen.
Beim Radfahren ist im Windschatten bleiben leider meist verboten. Wichtig ist, dass man sich schon während der Fahrt vernünftig ernährt. Sonst kommt schnell der Hungerast und dann ist es zu spät. Ich habe gute Erfahrungen mit Energiegels gemacht. Da ist Primärzucker drin. Schmecken tun die nicht wirklich, aber wenigstens rebelliert der Magen nicht. (pas)