App der Uniklinik KölnErster Schritt zum Corona-Pass

Auf einen Blick ist auf dem geplanten Handy-Zertifikat ersichtlich, wie der Corona-Status ist.
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Köln – Covid-19 wird unser Leben wohl noch einige Zeit beeinflussen. Umso wichtiger ist die Frage, wie das Leben mit dem Coronavirus möglichst sicher und dennoch mit möglichst vielen Freiheiten funktionieren kann. Eine Antwort: der „smarte Lockdown“, Sicherheitsmaßnahmen, die mithilfe digitale Daten gestützt sind. Ein so genannter Corona-Pass auf dem Handy könnte dabei hilfreich sein. Mitgliedsunternehmen des Kölner Vereins Digital Health Germany entwickeln ihn derzeit. Nach Auskunft von Stephan Noller, Chef des beteiligten Unternehmens Ubirch, könnte es ihn bereits in wenigen Wochen als Testversion geben.
Der digitale Corona-Pass würde fälschungssicher und auf aktuellem Stand darüber informieren, ob jemand eine Infektion bereits überstanden hat, infiziert ist oder nicht. „Mit dem Pass wäre es dann auch möglich, ein Konzert zu besuchen oder zu verreisen“, umreißt Noller die Perspektiven. Sein Unternehmen ist auf fälschungssichere digitale Technologien spezialisiert. Bei der Entwicklung ist auch die Bundesdruckerei mit im Boot.
Der Link kommt per SMS
Als ersten Schritt zum Corona-Zertifikat setzt nun die Uniklinik Köln ein Webtool für alle ein, die sich im Infektionsschutzzentrum auf das Coronavirus testen lassen wollen. Wer vom Handy aus die Nummer 0221 478-4780 anruft, erhält per SMS einen persönlichen Link zu einer individuellen Website, auf der er seine Gesundheitsdaten und Symptome eingeben kann. Mit dem daraufhin generierten QR-Code können die Informationen im Testzentrum direkt abgerufen werden. „Das Webtool ermöglicht eine noch effizientere Steuerung und Behandlung in unserem Infektionsschutzzentrum. Wir gewinnen dadurch wertvolle Zeit für die Versorgung infizierter Patienten“, sagt Dr. Georg Langebartels, ärztlicher Koordinator im Krisenmanagement der Uniklinik.
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Tägliche Mittelungen über Gesundheitszustand
Der Testinteressent erhält über das Webtool einen Hinweis, wo er sich vorstellen soll. Wenn ein negatives Ergebnis vorliegt, erhält der Getestete eine Nachricht. Liegt ein positives Ergebnis vor, wird er persönlich kontaktiert. In beiden Fällen sollen über das Webtool täglich Mitteilungen über den Gesundheitszustand gemacht werden. So werden wichtige Daten gewonnen.
Neben der Uniklinik soll das Corona-Webtool perspektivisch auch weiteren Krankenhäusern, Kliniken und Gesundheitsämtern zugänglich gemacht werden. Die Datensicherheit sei gewährleistet, betont Stefan Wiesner, Geschäftsführer von Healex, dem Entwickler des Tools. „Der Corona-Pass kann ein Add-on des Webtools sein“, sagt er.