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Festivals im RheinlandDie Sommermonate liefern einmal mehr Kultur in prallen Paketen

Lesezeit 6 Minuten
Besucher des Amphi Festivals stehen am Tanzbrunnen.

Impressionen vom Kölner Amphi Festival.

In der ganzen Region laden Festivals der unterschiedlichsten Genres zu Konzerten und Aufführungen – oftmals unter freiem Himmel. Jan Sting und Axel Hill stellen eine kleine Auswahl vor.

Köln: Amphi-Festival

Goths und Cyberpunks im Tanzbrunnen: Das Publikum des Amphi-Festivals liebt Lack, Leder, Spitze und Tattoos und wird den Tanzbrunnen vom 27. bis 28. Juli rocken. Mehrere Dutzend Bands stehen auf der Bühne, darunter Eisbrecher oder And One, die Samstag respektive Sonntag das Programm auf der Hauptbühne beschließen. Dazu gibt es Partys und Autogrammstunden. Samstag und Sonntag kosten die Tickets jeweils 80 Euro, das Wochenendticket gibt es für 120 Euro. Karten für die Pre-Party am Freitagabend ab 22 Uhr im Theater im Tanzbrunnen kosten 11 Euro. www.amphi-festival.de

Dortmund: Juicy Beats Festival

Pop, Hip-Hop und mehr gibt es beim Juicy Beats Festival am 26. und 27. Juli im Dortmunder Westfalenpark (An der Buschmühle 3). In nur zwei Tagen stehen mehr als 150 Acts auf den verschiedenen Bühnen - darunter Alligatoah, Cro, Paula Hartmann, Querbeat und viele weitere. Das Tagesticket kostet 74 Euro, das Wochenendticket 130 Euro.www.juicybeats.net

Düsseldorf: Levant Fusion Festival

Am Samstag, 27. Juli, beginnt um 14 Uhr im Düsseldorfer das Levant Fusion Festival im Zentrum für Aktion, Kultur und Kommunikation (kurz Zakk, Fichtenstr. 40). Das Festival feiert die reiche kulturelle Vielfalt der Levante, also der Länder an der östlichen Mittelmeerküste, die für ihre historische Bedeutung und ihre lebendigen Traditionen bekannt sind. Der Eintritt ist frei. www.zakk.de

Köln: Kölner Sommerfestival

Das 35. Kölner Sommerfestival geht noch bis 4. August. Bis 28. Juli schlägt die „Elvis-Tribute-Show“ einen Bogen der über 30 besten Hits der Rocklegende Elvis Presley. Zum Abschluss des Festivals ist das Broadway-Musical „Cabaret“ vom 30. Juli bis 4. August zu erleben. Tim Fischer entführt als drahtiger „Conférencier“ in den sagenumwobenen Kit Kat Club. An seiner Seite ist Schauspielerin Anika Schwabe als Sally Bowles zu erleben. www.koelner-philharmonie.de

Bonn: Internationale Stummfilmtage

An elf Abenden vom 8. bis 18. August präsentieren die internationalen Stummfilmtage in Bonn 21 Kurz- und Langfilme aus elf Ländern im Arkadenhof der Uni Bonn. Insgesamt 19 renommierte regionale und europaweit bekannte Musiker und Ensembles erwecken die Filme in verschiedenen Kombinationen mit ihrer Musik zu neuem Leben. Eröffnet wird das Festival mit Carl Theodor Dreyers „Ehret Eure Frauen“ aus dem Jahr 1925. Der Eintritt ist frei. Desweiteren wird ein Großteil der Filme auf der Festival-Webseite im Stream zu sehen sein. www.internationale-stummfilmtage.de

Bochum: Zeltfestival Ruhr

Beim Zeltfestival Ruhr am Kemnacher See in Bochum treten vom 16. August bis zum 1. September unter anderem Silbermond, Ilse Delange, Tom Odell, Bilderbuch oder die US-Band Mr. Big auf. Der Eintritt für das Außenareal kostet im Vorverkauf fünf Euro, Karten für die Konzerte müssen zusätzlich erworben werden. www.zeltfestivalruhr.de

Leverkusen: SonnenBrand-Festival

Die Liebe zum Techno vereint die Fans des SonnenBrand-Festivals Am 31. August gibt es wieder elektronische Musik im Neuland-Park an der Rheinallee in Leverkusen. Mehrere DJs legen auf, außerdem ist die Kölner Band Kuhl un de Gäng mit von der Partie. Das Programm ist noch nicht veröffentlicht, Tickets gibt es ab 15 Euro. www.sonnenbrandfestival.de

Köln: Felix - Originalklang-Festival

Beim Originalklang-Festival Felix vom 27. August bis 1. September in der Philharmonie stehen in diesem Jahr Kompositionen aus Flandern und den Niederlanden des 16. und 17. Jahrhunderts auf dem Programm. Den Auftakt macht am 27. August, 19 Uhr, Anima Eterna Brugge unter der Leitung von Pablo Heras-Casado. Karten kosten 34 Euro. Ein festivalpass ist ab 159 Euro erhältlich. www.felix-originalklang.koeln

Bonn: Beethoven-Fest

Vom 5. September bis 3. Oktober widmet sich die Bundesstadt einmal mehr ihrem wohl berühmtesten Sohn: Ludwig van Beethoven - aber nicht nur. Beim offiziellen Eröffnungskonzert auf dem Münsterplatz trifft seine fünfte Sinfonie auf die Techno-Märsche der Hamburger Band Meute. Doch es geht auch gediegen klassisch zu, unter anderem mit Auftritten von Isabelle Faust, Kit Armstrong oder dem Freiburger Barockorchester. Für die sportlichen Klassik-Fans: „Beethoven by bike“ ist eine gut sechsstündige geführte Fahrradtour zu Konzerten an verschiedenen Orten wie Schloss Miel. www.beethovenfest.de

Köln: Sound of Nashville

Die Konzertreihe Sound of Nashville bringt seit einiger Zeit US-Stars der dortigen Country-and-Western-Szene nach Köln. Nun gibt es am 23. und 25. August sogar ein kleines Open-Air-Festival in der Kantine, bei dem unter anderem Randall King oder die Red Clay Strays auftreten. Tickets ab 67 Euro. www.soundofnashville.de

Essen/Bochum/Duisburg: Ruhrtriennale

Am 16. August beginnt die Ruhrtriennale - mit einem kleinen Manko: Die Eröffnungsproduktion, in der Sandra Hüller sich Liedern von PJ Harvey widmet, ist wenig überraschend an allen Terminen ausverkauft (es gibt eine Warteliste). Aber bis zum 15. September gibt es viele weitere Angebote aus den Bereichen Musik und Theater, etwa die Operette „Pferd frisst Hut“, zu der Herbert Grönemeyer Songs beigesteuert hat. www.ruhrtriennale.de

Köln: Shalom-Festival

Der Verein Shalom-Musik Köln lädt vom 15. bis 25. August zum Festival jüdischer Musik ein. Unter dem Motto „Together now“ ermöglichen das „Kölner Forum für Kultur im Dialog“ und die Synagogen-Gemeinde der Stadt musikalische Begegnungen in Köln und erstmals auch im Rhein-Erft-Kreis. Auf dem Programm stehen 80 Konzerte von Klassik bis Klezmer, von Liturgischer bis zu Neuer Musik, darunter kuriose Arrangements wie Leonard Bernsteins Musical „West Side Story“ für Gitarre und Orchester. Der Eintritt ist frei. www.shalom-musik.koeln

Köln: Cologne Jazzweek

Bei der Cologne Jazzweek vom 31. August bis zum 7. September sind internationale wie regionale Stars der Jazzszene zu Gast. Den Auftakt macht Rebekka Salomea mit ihrem Quartett am 31. August, 20 Uhr, in der Philharmonie mit einer Klangmischung aus Hip-Hop und Pop, Funk, Soul und Jazz. Es gibt einen Abend für Schlagzeuglegende Paul Louvens (75) und viele neue Talente. Tickets gibt es über die Homepage.www.jazzweek.de

Brühl: Haydn-Festival

Im Rahmen der Brühler Schlosskonzerte beginnt am 16. August das Haydn-Festival. Im Treppenhaus und im Gartensaal von Schloss Augustusburg widmen sich unter anderem die Capella Augustina oder die Kölner Akademie den Werken Joseph Haydns. Unter dem Motto „HayNoon“ finden um 12 Uhr mittags Konzerte im Kapitelsaal des Rathauses statt. Tickets, zu unterschiedlichen Preisen, sind über die Homepage erhältlich. Zusätzlich werden öffentliche Proben angeboten, bei denen der Eintritt frei ist. www.schlosskonzerte.de

Düsseldorf: Düsseldorf-Festival

Im Theaterzelt am Burgplatz und an einer Reihe von anderen Orten in Düsseldorf werden vom 11. bis 30. September Vorführungen in den Bereichen Theater, Musik, Neuer Zirkus und Tanz geboten, etwa ein Konzert mit der marokkanischen Sängerin Oum. Tickets kosten zwischen 20 und 48 Euro. www.duesseldorf-festival.de


Längere Anfahrt für drei Klassiker

Bad Hersfelder Festspiele

Am 26. Juli feiert die Bühnenfassung des schwedischen Films „Wie im Himmel“ Premiere in der Stiftsruine, wo das Stück im Wechsel mit dem Musicalklassiker „A Chorus Line“ zu sehen ist. Außerdem auf dem Spielplan: „Die Dreigroschenoper“ mit Annas Loos und Lilo Wanders, die sich die Rolle der Jenny teilen. Auf Schloss Eichhof wird parallel „Der Vorname“ gespielt. Die Festspiele dauern bis zum 18. August, Tickets gibt es ab 26 Euro. www.bad-hersfelder-festspiele.de

Salzburger Festspiele

Oper und Schauspiel – sowie sehr viel Eleganz im Publikum und rund um die Veranstaltungsorte. Auf dem Programm: der Klassiker „Jedermann“ , aber auch „Don Giovanni“ oder „La Clemenza di Tito“ von Mozart. Tickets: 20 bis 160 Euro. www.salzburgerfestspiele.at

Bayreuther Festspiele

In diesem Jahr wird in Bayreuth nur eine Neu-Inszenierung angeboten: Mit „Tristan und Isolde“ gibt der isländische Regisseur Thorleifur Örn Arnarsson am 25. Juli sein Debüt auf dem grünen Hügel, die musikalische Leitung übernimmt Semyon Bychkov. Außerdem findet am 24. und 30. Juli das „Festspiel Open Air“ statt. Unter der musikalischen Leitung von Nathalie Stutzmann erkunden Orchester und Solisten neben Richard Wagners Musik auch solche, die ihn an Orten wie Leipzig, Riga oder Venedig beeinflusst hat. Der Eintritt hierzu ist frei. Die regulären Tickets etwa für „Tristan“ liegen zwischen 13 und 423 Euro. www.bayreuther-festspiele.de (EB)