Auf einen Aufruf des Bunds für Naturschutz Deutschland (NABU) folgten zahlreiche Meldungen der Fangschrecken.
Jahresbericht der KreisverwaltungWarum sich Gottesanbeterinnen jetzt auch an Rhein und Sieg wohlfühlen

Gottesanbeterinnen sind im Rhein-Sieg-Kreis heimisch geworden.
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Gottesanbeterinnen zählen sicherlich zu den faszinierendsten Insekten, bislang kannte man die eleganten Tiere aber eher aus dem Urlaub: Jetzt sind sie offiziell auch im Kreisgebiet heimisch geworden: „Während sich das Klima weltweit ändert, merken auch wir im Kreis, dass es wärmer wird. Dies hat zur Folge, dass sich inzwischen immer mehr wärmeliebende Arten bei uns wohlfühlen, die wir sonst nur aus fernen Ländern oder der Mittelmeerregion kennen“, heißt es dazu im Jahresbericht des Rhein-Sieg-Kreises.
„Mantis religiosa“ zähle zu den sogenannten Fangschrecken und sei mit Heuschrecken verwandt. Seit einiger Zeit finde man die Tiere auch in Deutschlands, etwa im Saarland und in Rheinland-Pfalz. Im wieder seien Gottesanbeterinnen beobachtet und dem Amt für Umwelt- und Naturschutz des Rhein-Sieg-Kreises gemeldet worden.
Rund 50 Meldungen von Gottesanbeterinnen, unter anderem aus Eitorf, Bad Honnef, Königswinter und Niederkassel
„Da die Tiere sehr gut fliegen können, ist man bislang immer nur von eingeflogenen Tieren ausgegangen“, heißt es weiter. 2023 sei erstmals in Bad Honnef ein Nachweis erbracht worden, dass sich die Art im Rhein-Sieg-Kreis fortpflanzt.
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Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) rief zur Beobachtung auf, daraufhin wurden rund 30 Tiere im Kreis gemeldet. Bis dato kamen 20 Meldungen hinzu, schwerpunktmäßig aus Bornheim, Niederkassel, Königswinter, Eitorf, Bad Honnef, Meckenheim und Rheinbach.
Der Kreis rechnet mit einer weiteren Ausbreitung und betont, dass die Insekten für den Menschen ungefährlich und in Deutschland streng geschützt sind.