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Ideen für die UmweltPlattform „Green-Office“ soll Studenten ein Forum bieten

Lesezeit 3 Minuten

Wie man mit einfachen Mitteln etwas für die Umwelt tut, soll die Plattform Green-Office vermitteln. Niklas Hartmann (links) und Hendrik Walkenhorst stellten sie auf der „Jungen Bühne für Nachhaltigkeit“ vor.

Sankt Augustin – Mehrwegbecher statt Einwegbecher, Kleidertauschparty statt Shoppingtour: Ideen zur Schonung der Umwelt gibt es viele. Ziel ist, den Verbrauch von Rohstoffen so zu senken, dass sie auch für nachfolgende Generationen reichen. Dafür gibt es an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg jetzt eine eigene Plattform: das Green-Office.

„Wir wollen allen Studierenden, Mitarbeitern sowie Menschen aus der Umgebung die Möglichkeit geben, jederzeit ihre Ideen zum Thema Nachhaltigkeit einzubringen“, beschreibt Marco Ettelt die Idee. Der 24-Jährige gehört zum Team, das sich mit dem Aufbau der Plattform beschäftigt. „Je mehr mitmachen, desto mehr Ideen bekommen wir, und die Menschen motivieren sich gegenseitig.“

Es begann mir einer Rundmail

Ettelt studiert nachhaltige Sozialpolitik. Die ersten Schritte machten vor anderthalb Jahren Mareike Ropers und Hendrik Walkenhorst. Sie meldeten sich auf eine Rundmail von Professorin Wiltrud Terlau. Die Wissenschaftlerin forscht auf dem Gebiet Nachhaltigkeit und ist Gründungsdirektorin des Internationalen Zentrums für nachhaltige Entwicklung (IZNE) an der Hochschule. Sie machte auf ein Web-Seminar aufmerksam, das sich länderübergreifend mit diesem Thema beschäftigt. „Und es hatte überzeugt“, berichtet Ettelt.

Auch ein Mehrwegbecher spart Ressourcen. Marco Ettelt gehört zum Team.

Mittlerweile sind fünf Studenten im Kernteam und acht weitere mit dem Green-Office beschäftigt. Auch Hochschulpräsident Thomas Ihne ist von dem Projekt begeistert. „Es ist wichtig, dass sich unsere Studenten schon jetzt mit diesem Thema befassen, denn es ist etwas, das in Zukunft immer wichtiger wird.“

Kleidertauschpartys und Zigarettenmülleimer

Auch bei der „Jungen Bühne für Nachhaltigkeit“ auf der Marktplatte in Sankt Augustin hatte das Green-Office einen Stand. Möglichst viele Menschen sollten erfahren, was sie tun, so Hendrik Walkenhorst und Niklas Hartmann. Bei den Jugendlichen fand die Idee großen Anklang. Einige Ideen, etwa die Kleidertauschpartys, sind schon umgesetzt. „Wenn etwas nicht mehr passt oder nicht mehr gefällt, dann kann es vielleicht ein Kommilitone gebrauchen“, sagt Ettelt. Auf einer neuen Plattform sollen solche Termine angeboten werden, damit jeder sieht, wo es nachhaltige Angebote gibt.

Dazu gehörte auch, dass die Studenten monatlich Abfall vom Gelände der Hochschule entfernen. „Ein halber Zehn-Liter-Eimer voller Kippen wurde gesammelt“, berichtet Ettelt. So entstand die Idee, spezielle Abfallbehälter für Raucher zu entwerfen. „Man könnte zum Beispiel wechselnde Fragen dort anbringen und die Raucher geben ihre Meinung ab, indem sie die Kippe rechts oder links einwerfen.“

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Das Team von Green-Office steht zurzeit noch am Anfang, möchte jedoch so schnell wie möglich als eingetragene Hochschulgruppierung anerkannt werden. „Wir können dann vielleicht sogar Anregungen für die Gestaltung der Lehre geben“, sagt Ettelt. Wichtig seien jedoch echte Aktivitäten. „Es gibt viel Theorie, am Ende zählt jedoch nur das, was jeder selber macht.“

Kontakt zum Team per E-Mail: GreenOffice@h-brs.de