Gemeinsame SicherheitspolitikSkandinavische Staaten wollen enger zusammenarbeiten
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Nordische Länder beschließen engere Zusammenarbeit.
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Oslo – Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs in der Ukraine wollen Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark und Island in Sicherheits- und Verteidigungsfragen künftig noch enger zusammenarbeiten. „Wir glauben, dass die nordische Zusammenarbeit in diesen Zeiten wichtiger denn je ist“, sagte Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre nach einem Treffen mit seinen Amtskollegen am Montag in Oslo.
Deshalb wollen die fünf Regierungschefs die Außen- und Verteidigungsminister sowie Verteidigungschefs ihrer Länder beauftragen, alle Bereiche der Sicherheitspolitik durchzugehen, „um zu sehen, ob wir tiefergehen und unsere gemeinsamen Interessen maximieren können“.
Bei dem Treffen der nordischen Staaten ging es auch um das Nato-Beitrittsverfahren von Schweden und Finnland, Klimafragen und die Zusammenarbeit im Energiebereich.
Olaf Schloz trifft sich mit den Regierungschefs der nordischen Staaten.
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Am Nachmittag soll Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zu den Ministerpräsidenten von Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark und Island stoßen. Die Bundesregierung bemüht sich seit Monaten um eine engere Partnerschaft mit den Skandinaviern, um von den russischen Gas-Importen loszukommen. Norwegen ist seit der drastischen Drosselung der russischen Gaslieferungen Mitte Juni der wichtigste Gaslieferant Deutschlands.
Bundeskanzler Scholz will nach dem Treffen in Oslo am Abend weiter nach Schweden reisen, wo er am Dienstagmorgen die Ministerpräsidentin Magdalena Andersson zu einem Gespräch unter vier Augen treffen wird. Ein Gipfeltreffen Deutschlands mit den fünf nordischen Staaten hatte es zuletzt vor drei Jahren gegeben. (dpa)