Die niedrige Zahl der bisher eingereisten begründete ein Sprecher des Bundesinnenministeriums mit „komplexen Rahmenbedingungen“.
BundesprogrammBisher nur 13 besonders gefährdete Afghanen nach Deutschland eingereist

Frauen in Burkas warten auf Lebensmittelrationen, die von einer humanitären Hilfsorganisation verteilt werden. (Archivbild)
Copyright: dpa
Im Rahmen des Aufnahmeprogramms der Bundesregierung für besonders gefährdete Afghaninnen und Afghanen sind bislang lediglich 13 Menschen nach Deutschland gelangt. Insgesamt rund 600 Menschen hätten im Rahmen des Programms positive Aufnahmebescheide erhalten, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Montag weiter in Berlin.
Die niedrige Zahl der bisher eingereisten begründete der Sprecher mit „komplexen Rahmenbedingungen“. Auch hätten erst neue Strukturen geschaffen werden müssen, „für die es in der Vergangenheit keine direkten Vorbilder gab“. Der Sprecher betonte aber: „Wir rechnen in den nächsten Wochen mit weiteren Einreisen“.
Auswärtiges Amt: Deutschland kann sich im internationalen Vergleich sehen lassen
Ein Sprecher des Auswärtigen Amts sagte zudem, das Programm könne nicht losgelöst von anderen Aufnahmeprogrammen für Afghaninnen und Afghanen betrachtet werden. Deutschland könne sich hier „im internationalen Vergleich sehen lassen“, betonte der Außenamts-Sprecher.
Alles zum Thema Annalena Baerbock
- Nach Festnahmen bei Einreise Auswärtiges Amt ergänzt Hinweise für USA mit Info zu Abschiebehaft
- Auswärtiges Amt Syrische Übergangsregierung muss weitere Übergriffe verhindern
- Wahlunterlagen nicht angekommen „Megafrustrierend“ – Viele Deutsche im Ausland werden nicht wählen können
- Trinken als Selfcare Wie Frauen in die Alkoholabhängigkeit rutschen
- Zehntausende applaudieren bei X Auswärtiges Amt entlarvt Moskaus dreiste Lüge – und wird gefeiert
- Reaktion auf Aussage in TV-Duell Auswärtiges Amt macht sich auf X über Donald Trump lustig
- Umstrittener Flug nach Länderspiel Auswärtiges Amt reagiert auf Kritik an Kurzstreckenflug von Baerbock
Laut Innenministerium konnten insgesamt seit der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban bereits mehr als 30.000 Menschen nach Deutschland einreisen, darunter 19.000 ehemalige Ortskräfte der Bundeswehr und anderer deutscher Einrichtungen sowie deren Familienangehörige.
Insgesamt 44.000 Afghaninnen und Afghanen sei eine Aufnahme in Aussicht gestellt worden, hieß es zudem. Darunter seien auch viele Menschen, die beispielsweise aufgrund ihres Einsatzes für Frauenrechte oder für Demokratie und Menschenrechte besonders bedroht seien.
Im Rahmen des Bundesprogramms für besonders gefährdete Menschen aus Afghanistan sollten eigentlich pro Monat tausend Menschen in Deutschland aufgenommen werden. Nach Vorwürfen wegen möglicher Unregelmäßigkeiten war das Programm zwischenzeitlich ausgesetzt worden. (afp)