Pro-palästinensische Demonstranten blockierten den Haupteingang, bevor sie weggetragen wurden - die Unileitung erstattete Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs.
Pro-palästinensische ProtesteDemonstranten in Köln verschließen Uni-Eingang mit Ketten

Protest gab es auch auf dem Vorplatz.
Copyright: Thomas Banneyer
Protest und Polizeieinsatz am Donnerstagvormittag in Lindenthal: An der Kölner Universität haben nach Polizeiangaben mehrere Personen den Haupteingang der Hochschule blockiert. Die Aktion, die pro-palästinensisch gewesen sei, führte zu einem Einsatz von Bereitschaftspolizisten, teilte eine Behördensprecherin mit.
Die rund zehn Teilnehmer seien letzten Endes weggetragen worden, berichtete die Sprecherin weiter. Zudem habe man Personalien aufgenommen. Das Ganze sei friedlich verlaufen. Die Uni kritisiert die Protestform deutlich. Denn die Protestler hätten mit Ketten die Türen des Haupteingangs verschlossen und damit Fluchtwege versperrt. Die Uni habe Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch gestellt

Demonstranten vor dem Haupteingang.
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Als Reaktion auf die Blockade bot der Rektor der Universität zu Köln, Joybrato Mukherjee, den Demonstrierenden spontan ein halbstündiges Gespräch an. „Dieses Angebot wurde allerdings abgelehnt“, sagte Elisabeth Hoffmann, Sprecherin der Uni. Der Nah-Ost-Konflikt werde ich verschiedenen Formaten innerhalb der Universität konstruktiv diskutiert.
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„Wir bieten Raum für offene Diskussionen“, sagte Hoffmann. Die Grenze sei allerdings immer dann erreicht, wenn die Grundrechte von Studierenden oder Lehrenden eingeschränkt würden. Bei der Blockade des Hauptgebäude-Zugangs sei ein entschiedenes Handeln erforderlich gewesen, da die Sicherheit gefährdet gewesen sei. Notausgänge seien versperrt gewesen. Insgesamt gab es laut Polizei zwei Demonstrationen mit dem Thema Nah-Ost-Konflikt.
Der Haupteingang der Uni war gegen 7.45 Uhr blockiert worden, gegen 11.30 Uhr war der Einsatz für die Polizei beendet.