Im Februar 2008 ist das CECAD-Zentrum für Alternsforschung auf dem Uni-Campus in Betrieb gegangen. Seitdem werden dort die molekularen und zellulären Mechanismen des Alterns entschlüsselt.
„Die Biologie des Alterns ist ein noch junges Feld“Zentrum für Alternsforschung feiert 15-jähriges Bestehen

Frei zugänglich ist die Ausstellung im CECAD-Zentrum in der Joseph-Stelzmann-Straße.
Copyright: Thomas Banneyer
Wie und wodurch altert der Mensch? Und was kann die Wissenschaft zu möglichst viel Lebensqualität im Alterungsprozess beitragen?
Seit das CECAD-Zentrum für Alternsforschung im Februar 2008 auf dem Uni-Campus in Betrieb gegangen ist, werden dort die molekularen und zellulären Mechanismen des Alterns entschlüsselt. Das 15-jährige Bestehen des sogenannten Exzellenzclusters feierten jetzt das Institut und die Universität zu Köln mit einem Festakt.
Ziel des interdisziplinär arbeitenden Forschungsinstituts ist es, neue Ansätze zu finden, um altersbedingten Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Nierenversagen, Krebs oder Demenz vorzubeugen sowie bessere Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Dazu wurde in dem 2014 eigens für CECAD (Cellular Stress Responses in Aging-Associated Diseases – Zelluläre Stressantworten bei altersassoziierten Erkrankungen) eine alle Interessierten zugängliche Ausstellung im Gebäude Joseph-Stelzmann-Straße 26 eröffnet.
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Faszinierende Fotos kleinster Gewebeteile
Erstaunliche Kunstwerke der Natur entdecken Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Betrachtung kleinster organischer Strukturen durch hochauflösende Licht- und Elektronenmikroskope. Bis zu 10.000-fach vergrößert und eingefärbt, sind die faszinierenden Fotos kleinster Gewebeteile in der Ausstellung zu sehen. Zellen in den Hautschichten einer Maus erinnern an Eiswürfel. Ein Fadenwurm ist rot gesprenkelt, wenn er im Stress ist. Streifenmuster haben die Muskelfasern aus dem Rumpf eines Zebrafisches. Einem Kosmos gleicht ein Tier-Gehirn. Am Killifisch, der auf der ganzen Welt, außer in Australien, vorkommt, exerzieren Forschende am liebsten das „Altern im Zeitraffer“ durch. Denn der eierlegende Zahnkarpfen lebt, anders als Mäuse, nur wenige Monate.
Die gewonnenen Erkenntnisse über den Alterungsprozess geben aber von beiden Tieren gute Hinweise auf die Zellalterung beim Menschen. „Das CECAD-Forschungsgebiet ist nah am gesellschaftlichen Alltag“, betonte Uni-Rektor Axel Freimuth beim Festakt. „Medizinischer Fortschritt ist, wenn Erkenntnisse bei den Menschen ankommen“, fügte die Staatssekretärin im NRW-Wissenschaftsministerium, Gonca Türkeli-Dehnert, hinzu. „Die Biologie des Alterns ist ein noch junges Feld. Bisher beweisen über 1700 Publikationen die internationale Strahlkraft des CECAD“, ergänzte die wissenschaftliche Koordinatorin Carien Niessen.