Das Spiel findet statt am Sonntag bereits am Freitag statt. Der 1. FC Köln kann damit in Leverkusen gleich zwei Negativserien beenden.
Am Freitag gegen LeverkusenWie sich der 1. FC Köln auf das Derby vorbereitet

Mit bester Laune ins benachbarte Leverkusen fahren die Herren Steffen Baumgart, Jonas Hector, Jeff Chabot und Steffen Tigges.
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Über die Verlegung des Derbys zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem 1. FC Köln ist spätestens nach der Pressekonferenz mit FC-Trainer Steffen Baumgart am Mittwoch alles gesagt. Bis auf ein Detail vielleicht: Da sich die beiden rheinischen Nachbarn nun schon am Freitag (20.30 Uhr/DAZN) anstatt sonntags in der ausverkauften BayArena treffen, bietet den Kölnern nämlich die Möglichkeit, zwei Negativserien zu beenden.
Da wäre zunächst einmal die Sache mit den Derbys. In der vergangenen Saison blieben die Geißböcke in den vier Duellen mit Mönchengladbach und Bayer Leverkusen bei drei Siegen und einem Remis unbesiegt. In dieser Spielzeit dagegen wird es mit dem Titel der „Nummer eins am Rhein“ nichts werden, denn der FC steht aktuell bei zwei Niederlagen und einem Remis. Es gibt noch die eine Möglichkeit für einen Derbysieg in der Saison 2022/23 , der dann wohl auch der letzte in der Karriere von FC-Kapitän Jonas Hector wäre.
Zuletzt kein Sieg an einem Freitagabend
Die Sache hat aber noch einen rein statistischen Haken. Die Kölner wissen nicht mehr, wie es sich anfühlt an einem Freitagabend zu gewinnen. In den jüngsten sechs Partien zum Auftakt eines Spieltags unter Flutlicht setzte es 1:18-Tore für den FC – zuletzt die 0:2-Heimniederlage gegen den VfL Bochum. Steffen Baumgart sind solche Statistikspielchen ziemlich egal. Der Trainer nutzte bei diesem Thema lieber die Gelegenheit darauf aufmerksam zu machen, dass es aus rein sportlichen Gründen keine große Rolle spiele, ob das Derby nun an diesem oder jenem Tag über die Bühne geht: „Wenn wir als 1. FC Köln nach Leverkusen fahren und sehen, was sie für eine Truppe haben und wie sie im Moment Fußball spielen, da wäre der Sonntag genauso kompliziert geworden wie der Freitag, trotzdem werden wir alles versuchen. Wir brauchen aber einen überragenden Tag, um der Qualität von Leverkusen etwas entgegenzubringen. Ich kann leider nicht garantieren, dass dieser Freitag besser wird, als die letzten.“
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Ich kann leider nicht garantieren, dass dieser Freitag besser wird, als die letzten.
Auch das Hinspiel in Köln hat der FC in keiner allzu guten Erinnerung. Das unglückliche 1:2-nach 1:0-Führung steht sinnbildlich für die Auftritte dieser Saison, bei denen die Leistung, nicht aber der Ertrag stimmten. „Von diesen haben wir zu viele gehabt. Es war ein sehr, sehr gutes Spiel von uns, wobei wir beim zweiten Gegentor in ihre Stärke reingespielt haben“, beschrieb Baumgart den Kontertreffer von Moussa Diaby. „Es war eine bittere Niederlage. Wir hatten die Möglichkeiten auf das 2:0. Aber wir haben es nicht gemacht. Das gehört auch zur Wahrheit.“
Wie die Tatsache, dass das Derby oder Nachbarschaftsduell mit Leverkusen für den FC-Trainer nicht mehr als ein Bundesliga-Spiel ist. „Ich nenne es gar nicht“, antwortete der 51-Jährige auf die Frage, wie er das Spiel bei knapp 15 Kilometern Entfernung zwischen den beiden Stadien bezeichnet: „Wer was wie nennt, ist mir egal. Ist nur eine Schlagzeile. Wäre schön, wenn wir damit aufhören.“
Voraussichtliche Aufstellungen: Leverkusen: Hradecky; Tapsoba, Tah, Hincapie; Frimpong, Andrich, Palacios, Bakker; Diany, Wirtz, Adli. – Köln: Schwäbe; Schmitz, Hübers, Chabot, Hector; Ljubicic, Skhiri; Thielmann, Kainz, Maina; Selke. – SR.: Zwayer (Berlin).