Didi Rombach vertraut nach drei Niederlagen in Serie auf die Nehmer- und Comeback-Qualitäten seines SCU. Der FC Hertha Rheidt empfängt Buisdorf.
Fußball-BezirksligaUckerather Trainer beschwört „Boxer-Mentalität“

Robin Gráe (vorne) und der SC Uckerath sind ins Stocken geraten.
Copyright: Quentin Bröhl
Nach drei Niederlagen in Serie will der Fußball-Bezirksligist SC Uckerath zurück in die Erfolgsspur. Der FC Hertha Rheidt plant indes den nächsten Streich.
SC Uckerath – FSV Neunkirchen-Seelscheid II (So., 15.15 Uhr). Nach drei Pleiten in Folge ist der SCU vorerst aus dem Titelrennen ausgeschieden. „Das Schlimme ist: Zwei Spiele haben wir völlig zu Recht verloren“, sagt Trainer Didi Rombach nicht zuletzt über die jüngste 3:4-Pleite in Wachtberg. Eine Pleite, bei der Niklas Krethen und Niklas Weber in der Nachspielzeit auch noch Rot wegen Foulspiels sahen. „Wir sind ohne Energie und Lust aufs Verteidigen aufgetreten.“
Den kommenden Gegner bezeichnet Rombach als „sehr unangenehm“, zumal der FSV einige U-19-Talente (Mittelrheinliga) hochziehen könnte: „Trotzdem ist es unser Anspruch, wieder zurück in die Spur zu kommen. Wir sind heiß auf Wiedergutmachung.“ Der 3:0-Erfolg unter der Woche im Kreispokal-Viertelfinale beim B-Ligisten ASV Sankt Augustin war in dieser Hinsicht nur ein kleiner Anfang.
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Aus der Vergangenheit weiß der 51-Jährige, dass seine Elf „immer dann am stärksten performen, wenn sie angeschlagen ist. Meine Jungs haben eine Boxer-Mentalität: Wenn sie Dresche bekommen, schütteln sie sich und schlagen zurück.“ Der Tabellensituation kann er auch etwas Positives abgewinnen: „Der Druck ist erst mal weg, wobei der Aufstieg ja nie ein Muss war.“
FSV Neunkirchen-Seelscheid II setzt auch auf U-19-Talente
Sein Trainerkollege Marvin Müller musste gegen Mondorf (1:4) derweil die zweite Pleite in Folge verarbeiten. Eine Pleite, die man sich selbst zuzuschreiben habe: „Wir vergeben klarste Chancen und im Gegenzug nutzt der Gegner unsere Fehler eiskalt aus. Das zieht sich schon durch die gesamte Saison. Wir belohnen uns einfach nicht.“
Der Zusammenerhalt sei jedoch weiter ungebrochen, ebenso wie die Zuversicht: „Wir dürfen uns nicht verrückt machen und wissen, dass wir viel besser sind als unser Tabellenstand.“ Vor der Partie in Uckerath rechnet Müller vor: „Wenn wir noch fünf Spiele gewinnen, stünden wir bei 34 Punkten – und die dürften ausreichen zur Rettung.“ Wie viele U-19-Spieler am Sonntag zum Einsatz kommen, wollte er nicht verraten. Nur so viel: „Dank ihnen können wir noch mal richtig Qualität reinbringen.“ Mit Janik Derenbach und Jan Leyerer (beide berufsbedingt) und Noah Ludwig (verletzt) fällt ein Trio aus.
FC Hertha Rheidt – TuS Buisdorf (So., 15 Uhr). Nachdem der Favoritenschreck aus Rheidt zuletzt zwei Mal in Folge den Spitzenreiter stürzte, könnte die Stimmung im Lager der Hertha kaum besser sein. „Wir sind sehr geschlossen aufgetreten und haben von unserem Teamspirit profitiert“, sagt Trainer Benedict Habroune über die beiden 1:0-Erfolge in Friesdorf und gegen Niederkassel.
Insbesondere die kompakte Defensive bereite ihm derzeit viel Freude, wobei er auch mutig nach vorne spielen lassen wolle. Zudem lobt der Coach das Trainingsniveau: „Die Jungs pushen sich gegenseitig und treiben sich zu Höchstleistungen an. Ein gutes Beispiel sind die beiden Youngsters (und Brüder, Anm. d. Red.) Noah und Niklas Meyer.“

Der FC Hertha Rheidt um Trainer Benedict Habroune mutierte zuletzt zum Favoritenschreck.
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Laut Habroune kommt der Gegner aus Buisdorf über die Mentalität und den Kampf: „Man darf diese Truppe nicht unterschätzen.“ Angreifer Göktan Maru (Rotsperre) und Thilo Bruns (Nasenbeinbruch) fehlen, während Stürmer Omar Saleh nach seiner Sperre dem ersten Einsatz in diesem Jahr entgegenfiebert. Auch Marc Wiewiora ist nach abgesessener Gelbsperre zurück.
Nach der deutlichen Pleite in Friesdorf herrscht im Buisdorfer Lager offensichtlich trotzdem gute Laune. „Es macht momentan richtig Bock“, so Trainer Bastian Wittenius. Schließlich habe man trotz des 0:4 ein gutes Spiel gemacht: „Am Ende hat sich die individuelle Klasse des Gegners durchgesetzt. Das muss man neidlos anerkennen.“ Mit der Rückkehr von Lucas Inger, Luca Hübgen, Julius Müller, Mike Noppe und Moritz Müller bieten sich Wittenius wieder mehr Optionen: „Das könnte nicht unwichtig sein auf dem großen Platz im Sportpark Süd.“ Den kommenden Gegner bezeichnet der TuS-Coach als Favoriten: „Rheidt ist spielerisch eines der besten Teams der Liga.“
Weitere Spiele: So., 15 Uhr: Oberdrees – Niederkassel, 15.15 Uhr: SV Beuel 06 – VfR Hangelar, Wahlscheid – MSV Bonn.