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Fußball-BezirksligaHertha Rheidt bittet Niederkassel zum Stadtduell

Lesezeit 3 Minuten
Fatih Tuysuz (links)

Fatih Tuysuz (links) und der 1. FC Niederkassel wollen den FC Hertha Rheidt um Daniel Torradinhas-Constantino auch im Rückspiel bezwingen. 

Trotz der 1:5-Hinspielpleite spricht der Rheidter Trainer Benedict Habroune vor dem Wiedersehen mit seinem Ex-Verein von einem „50:50-Match“. 

Derbytime in der Fußball-Bezirksliga 2: Wenn der FC Rheidt den Stadtrivalen 1. FC Niederkassel empfängt, ist Brisanz vorprogrammiert. Vor dem Spiel gegen den TuS Mondorf hat der FSV Neunkirchen-Seelscheid II derweil eine positive Personalie zu vermelden.


FC Hertha Rheidt – 1. FC Niederkassel (So., 15 Uhr). Für Hertha-Trainer Benedict Habroune ist das anstehende Spiel ein besonderes, schließlich verbuchte der 32-Jährige zwischen 2017 und 2021 insgesamt 59 Bezirksliga- und A-Liga-Einsätze für den Gegner. „Ich freue mich auf das Wiedersehen mit meinen alten Weggefährten. Zwar habe ich damals noch unter Sven Rasch in der Ersten gespielt, aber mit vielen Spielern bin ich noch im Austausch.“

Andreas Heuchtkötter (vorne)

Trainer Benedict Habroune (links) und Sportchef Andreas Heuchtkötter vom FC Hertha Rheidt fiebern dem Derby entgegen.

Mit Kapitän Thilo Bruns (Nasenbeinbruch) und Marc Wiewiora (5. Gelbe) fehlen der Hertha zwei wichtige Stützen. Für Letzteren wird der zuletzt gelbgesperrte Leon Pagels wieder in die Startelf rücken. Einen Favoriten kann Habroune vor dem Anpfiff nicht ausmachen: „Derbys sind immer 50:50-Spiele, in denen Tagesform und Einstellung über Sieg oder Niederlage entscheiden.“ Mit dem jüngsten 1:0-Erfolg in Friesdorf habe man bewiesen, dass man „mittlerweile auch gegen die ganz Großen mithalten“ könne.

Das ist dem Gegner offenbar nicht entgangen. Obwohl die Niederkasseler mit voller Kapelle anreisen, warnt Co-Trainer Fatih Tuysuz: „Wenn man an der Spitze steht, sind die Gegner automatisch heißer. Deswegen müssen wir wie im Hinspiel (5:1, Anm. d. Red.) wieder eine Top-Einstellung an den Tag legen.“


FSV Neunkirchen-Seelscheid II – TuS Mondorf (So., 13 Uhr). Pünktlich vor dem Derby hat FSV-Coach Marvin Müller seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag um ein Jahr verlängert. Auch sein Co-Trainer Arne Behrend bleibt an Bord. „Ich freue mich sehr über das Vertrauen“, sagt Müller. So könne er den Weg mit seiner Mannschaft weitergehen, der in der Saison 2021/22 in der B-Liga begonnen hatte. Es folgten die Vizemeisterschaft und zwei Aufstiege in Folge.

Sportchef Jan Henrik Heinen ist von Müller „vollends überzeugt. Der Durchmarsch in die Bezirksliga ist der klare Beweis für seine tolle Arbeit. Wir wollen nicht zuletzt mit ihm weiter dafür sorgen, dass unsere Eigengewächse im Seniorenbereich Fuß fassen.“ Mit den Topteams aus Mondorf, Uckerath und Friesdorf hat der FSV in den kommenden Wochen drei Hochkaräter vor der Brust. „Das sind schwierige Aufgaben, aber die Saison hat gezeigt: Jeder kann in dieser Liga jeden schlagen“, so Müller. Gegen den laut ihm favorisierten TuS hat er alle Mann an Bord.

Mondorfer Toptorjäger fällt aus

Im Mondorfer Lager sieht es anders aus: 16-Tore-Stürmer Haytam Bouskouchi (5. Gelbe Karte) fehlt ebenso wie der rotgesperrte Robin Tomiczek. Auch deshalb gibt sich Abteilungsleiter Martin Krämer vorsichtig optimistisch: „Wir wissen um die Qualität des Gegners. Der FSV steht in der Tabelle weit unter Wert da.“ Obwohl der Dritte angesichts eines Drei-Punkte-Rückstands auf den Spitzenreiter Niederkassel ganz vorne mitmischt, setzt man sich nicht unter Druck. „Die Tabelle ist nur eine Momentaufnahme“, betont Krämer. „Wenn Fußball planbar wäre, würden wir ihn nicht so lieben.“


Weitere Spiele: So., 15 Uhr: SV Wachtberg – SC Uckerath, VfR Hangelar – Niederbachem, 15.15 Uhr: FC Friesdorf – TuS Buisdorf, 15.30 Uhr: SV Vorgebirge – Wahlscheid.