Nach einem Restaurantbesuch wurde ein 54-Jähriger auf einem Parkplatz in Hoffnungsthal niedergestochen.
BluttatPolizei nimmt in Polen 32-Jährigen fest, der Mann in Rösrath niedergestochen haben soll

In diesem Restaurant hatte der 54-Jährige in Begleitung gegessen, bevor er auf dem Parkplatz hinter dem Gebäude niedergestochen wurde.
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Im Fall des versuchten Tötungsdelikts in Hoffnungsthal haben Polizisten in Polen einen Tatverdächtigen vorläufig festgenommen. Das teilten Staatsanwaltschaft und Polizei Köln mit.
Die Beamten stellten den 32-Jährigen am Dienstag, 1. April. Ihm wird vorgeworfen, nach einem Restaurantbesuch in Hoffnungsthal einen Mann angegriffen und schwerverletzt zu haben (wir berichteten). Seitdem war der Verdächtige per international ausgeschriebenem Haftbefehl gesucht worden. Die Hintergründe der Tat sind weiterhin unklar.
Am 17. März war ein 54-Jähriger nach einem Besuch in einem Restaurant von einem weiteren Gast des Lokals in Hoffnungsthal niedergestochen worden.
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Angreifer soll sich vor Tat in Rösrath auffällig verhalten haben
Der Angreifer soll in dem Lokal zuvor mehrere Gäste belästigt haben. Wie aus Polizeikreisen zu erfahren war, hatte der Mann sich mehrfach an dem Abend über das Essen von anderen Gästen ausgelassen. Er hielt sich mehrere Stunden in dem Restaurant auf.
„Er musste immer wieder umgesetzt werden, weil er wegen seines langen Aufenthaltes dann an reservierten Tischen saß“, sagten Zeugen. Während seiner Zeit in dem Restaurant sei der Kunde immer herausgegangen und dann kurze Zeit wieder zurückgekehrt.
Mann soll beim Einsteigen in sein Auto niedergestochen worden sein
Gegen 21.15 Uhr kam es dann auf dem Parkplatz zu dem dramatischen Vorfall. Als das Opfer mit seiner Begleiterin das Lokal verlassen hatte und nach Hause fahren wollte, wurde es angegriffen. Der Mann aus Wachtberg stieg gerade auf dem Beifahrersitz ein, als auf ihn eingestochen wurde.
„Beim Einsteigen in seinen Wagen soll ihn dann ein Mann mit einem spitzen Gegenstand unvermittelt angegriffen haben“, hieß es in einem Statement der Kölner Polizei. Der Tatverdächtige soll in Richtung Julweg davongelaufen sein.
Blutüberströmt soll sich das Opfer dann zurück zu dem Restaurant geschleppt haben und dort von Ersthelfern versorgt worden sein, bis der alarmierte Rettungsdienst vor Ort war.
Die Ermittlungen dauern weiter an, die Polizei hatte noch am Tatabend eine Mordkommission gegründet. Der Tatverdächtige lässt sich anwaltlich vertreten.