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Auszeichnung beim FotowettbewerbEine neue Heimat in Burscheid gefunden

Lesezeit 2 Minuten
Fotowettbewerb 2 Angekommen

Mit dem 2. Preis wude dieses Foto von Zeyneb Ismail aus Burscheid ausgezeichnet.

Burscheid – Bilder von Menschen mit Einwanderungsgeschichte waren beim Foto-Wettbewerb „An(ge)kommen“ gefragt, den das Kommunale Integrationszentrum des Rheinisch-Bergischen Kreises ausgeschrieben hat. Menschen mit Fluchterfahrung und Migrationserlebnissen sollten ihren speziellen Blick auf ihre neue bergische Heimat abbilden. Dabei kamen sehr persönliche Motive und Geschichten zusammen.

Bei der Siegerehrung konnte sich auch eine Burscheiderin freuen: Das Foto von Zeyneb Ismail wurde mit dem zweiten Preis ausgezeichnet. Sie fotografierte ein Haus im bergischen Stil mit Schieferfassade, ein Restaurant in ihrem Wohnort Burscheid, wo sie Teil der Gemeinschaft wurde, obwohl sie zunächst gar nicht verstand, worüber sich die Menschen unterhielten, wie sie erzählte.

Fotowettbewerb 2 Angekommen

Mit dem 2. Preis wude dieses Foto von Zeyneb Ismail aus Burscheid ausgezeichnet.

Das Haus der Bergischen Stuben ist für sie ein Symbol für die Begegnung von Menschen. Ismail, die seit fünf Jahren in Deutschland lebt, traf an einem Tag, als sie ihren Sohn in Burscheid zur Schule gebracht hat, auf jene „typisch deutsche Fassade", wie sie bei der Preisverleihung berichtete: „Oft sitzen Menschen davor an den Tischen. Ich höre ihnen gerne zu, auch wenn ich noch nicht alles verstehe, aber ihr Lachen, das verstehe ich", so die 36-Jährige. „Anfangs, als wir nach Deutschland kamen, war ich oft sehr traurig. An solchen Orten aber, da spürt man Hoffnung."

Die Syrerin möchte gerne studieren

Zeyneb Ismail fotografiert mit Leidenschaft, sagte sie, weil es ihr Mut, Kraft, Zuversicht und Hoffnung für ihr Leben gibt. Die Syrerin möchte gerne ein Studium aufnehmen, um ihre Zukunft selbst zu gestalten. 

Fotowettbewerb Preisverleihung

Zeyneb Ismail (3. von links) bei der Preisverleihung.

Etliche Fotos und die dazugehörigen Erläuterungen schlagen eine Brücke zwischen Aufbruch aus der alten Heimat sowie der Ankunft in einem neuen Leben und einem fremden Land. „Die Bilder sind zum Teil hochaktuell, da direkt vor unserer Haustür ein grausamer Krieg tobt“, sagte Sophia Tiemann, die Leiterin des Amtes für Bildung und Integration beim Rheinisch-Bergischen Kreis auch über das Siegerfoto mit dem Titel „Friedensbotschaft“. Es stammt von Ruben Baresi und zeigt eine zarte Pflanze auf einem Zaunpfosten mit Stacheldraht. Er will damit zum Ausdruck bringen, dass er in seiner Heimat Syrien wie in einem Gefängnis lebte.

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Die Auswahl der Bilder nahm eine Jury vor, der Ottavia Bollen (Integrationsrat Stadt Bergisch Gladbach), Manuel Rodrigues Machado (Integrationsrat Burscheid) und der Journalist Guido Wagner („Kölner Stadt-Anzeiger“) angehörten. Die Fotos können im Kommunalen Integrationszentrum in Bergisch Gladbach, auf dem Zanders-Gelände An der Gohrsmühle 25, und auf der Homepage des Kreises angeschaut werden. (mit wg)

www.rbk-direkt.de/fotowettbewerb.aspx