An gleich mehreren Stellen in Waldgebiet Dünnwald hat es gebrannt. Die Polizei vermutet Brandstiftung.
Copyright: Ralf Krieger
Die Beamten fanden bei der Durchsuchung des 17-Jährigen mögliche Beweismittel und stellten sie sicher. Der bislang nicht polizeilich in Erscheinung getretene Jugendliche schweigt zu den Vorwürfen. Wie die Polizei mitteilt, übergaben Einsatzkräfte den mutmaßlichen Brandstifter in die Obhut des Jugendamts.
Achtmal musste die Feuerwehr in den knochentrockenen Wald ausrücken, in dem hauptsächlich Eichen und Kiefern stehen. Fünf um den See und die Bebauung herum verstreut liegende Brände löschte die Feuerwehr mit Tanklöschfahrzeugen am Sonntagnachmittag; dreimal brannte es am Montagabend ab etwa 22 Uhr.
Die Tanks der Feuerwehrwagen fassen je 3000 Liter Wasser, bei einem Waldbrand müsse man meist erstmal mit mitgebrachtem Wasser löschen, sagt der Einsatzleiter Wolfgang Montag. Wenn das nicht reiche und wenn keine Hydranten in der Nähe seien, müsse man Pendelverkehr einrichten. Es hätte bei der aktuellen extremen Trockenheit auch sehr viel schlimmer kommen können, sagt Montag, ein Großfeuer wie neulich der Waldbrand in Gummersbach sei auch hier nicht ausgeschlossen.
Einige der schwer zugänglichen Brandstellen fanden Feuerwehr und Polizei erst mithilfe eines Hubschraubers und durch den Einsatz von geländegängigen Feuerwehr-Kradfahrern.
Die Polizei betont, dass das mutwillige Legen von Feuer in trockenen Wäldern kein Kavaliersdelikt ist, sondern eine Straftat. (red)