Leverkusen – Die Pläne für die Verbreiterung der Autobahn 3 zwischen Opladen und Hilden werden gerade konzipiert. Wie die nach Aussage von Chefplaner Andreas Früh „wohl wichtigste Nord-Süd-Verbindung in Deutschland“ im Detail von sechs auf acht Fahrspuren aufgebohrt wird, steht noch nicht fest. Auf dem 15 Kilometer langen Abschnitt, der nach den Prognosen auch in zehn Jahren von rund 135 000 Autos am Tag benutzt wird, gibt es zahlreiche „Zwangspunkte“, so die Beschreibung der Planer in der Kölner Niederlassung von Straßen NRW, die zum Jahreswechsel in der Autobahn-GmbH des Bundes aufgehen wird.
Wegen der großen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt suchen die Planer frühzeitig das Gespräch mit den Bürgern. Ab Mittwoch, 7. Oktober, gibt es daher eine Telefonsprechstunde. Sie wird zunächst wöchentlich abgehalten, die Leitung werde jeweils von 15 bis 16 Uhr unter ☎ 0221 / 83 97 888 geschaltet. Bei Bedarf könne das Gesprächsangebot aber erweitert werden. „Durch den Einbezug des lokalen Wissens soll die größtmögliche Qualität der Planung gewährleistet werden“, lautet der Kommentar der Behörde zur Telefon-Sprechstunde. Sie soll nur eines von vielen Gesprächsformaten sein, die mit der Konkretisierung der Ausbau-Pläne nach und nach aufgenommen werden.
Zwei Leitungen im Weg
Zu den Problemen gehört, dass fast alle der 37 Brücken, die zwischen Opladen und Hilden liegen, erneuert werden müssen. Parallel zur A 3 verläuft zudem eine Fernölleitung, Covestros Kohlenmonoxid-Leitung von Uerdingen nach Dormagen kreuzt die Autobahn mehrmals. Im Leverkusener Bereich fordert die Querung der Wupper die Ingenieure heraus; außerdem liegt die Landesstraße 288 in Richtung Leichlingen direkt neben der Autobahn.
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Derzeit werden die Varianten grob festgelegt, ins Detail soll es später gehen. Neben der Telefonnummer bietet Straßen NRW ab sofort auch einen Mailkontakt an:
a3-opladen-hilden@strassen.nrw.de