Schon 37 InfektionenIn Köln kann man sich gegen Affenpocken impfen lassen

Noch gibt es in Köln wenige Fälle der Affenpocken, die Stadt ruft dennoch zur Aufmerksamkeit auf.
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In Köln ist ab sofort Impfstoff gegen Affenpocken verfügbar. Das Land NRW hat insgesamt 7300 Impfdosen erhalten, wovon die Uniklinik nun einen Teil vorrätig hat. Nur dort kann das in der EU zugelassene Pockenvakzin „Imvanex“ verimpft werden. „Zuvor sollte aber mit einem Arzt geklärt werden, ob eine Impfung sinnvoll ist“, sagte eine Stadtsprecherin. Wie viele Dosen in Köln verfügbar sind, konnte die Stadt am Freitag nicht sagen.
Zwei Infizierte vorübergehend im Krankenhaus
In der Frage, wann eine Impfung sinnvoll ist, verweist die Stadt auf die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko). Demnach ist eine Impfung etwa nach engem körperlichen Kontakt über Schleimhäute (zum Beispiel sexueller Kontakt) oder nach einem ungeschützten „Face-to-Face-Kontakt“ mit einer an Affenpocken erkrankten Person sinnvoll. Die Stiko empfiehlt sie auch für Personen mit erhöhtem Infektionsrisiko. Dazu zählen derzeit Männer ab 18 Jahren, „die Sex mit Männern haben und dabei häufig die Partner wechseln“. Eine Impfung könne Affenpocken-Erkrankungen oder zumindest einen schweren Verlauf verhindern.
Die Impfung erfolgt mit zwei Dosen im Abstand von mindestens 28 Tagen. Wer in der Vergangenheit gegen Pocken geimpft wurde, dem reicht eine einmalige Impfung. Der Impfschutz soll ab 14 Tagen nach Verabreichung der zweiten Impfstoffdosis bestehen.
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Infizierte müssen sich mindestens 21 Tage isolieren
Bisher verzeichnet die Stadt 37 laborbestätigte Fälle in Köln. Zwei Erkrankte mussten vorübergehend im Krankenhaus behandelt werden. „Noch gibt es in Köln wenige Fälle, aber wir raten aktuell allen Bürger*innen, sich aufmerksam zu verhalten und auf mögliche Symptome zu achten“, sagte Gesundheitsdezernent Harald Rau. „Sollten tatsächlich Symptome auftreten, sollten Betroffene ärztlich abklären lassen, ob sie erkrankt sind oder ob es sinnvoll ist sich impfen zu lassen.“ Infizierte müssen sich für mindestens 21 Tage isolieren, das Gesundheitsamt hält engen Kontakt.
Zu Symptomen zählen unter anderem Hautveränderungen, Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen sowie eine Schwellung der Lymphknoten. (sim)