5000 Narren feierten den Zug. Zwei Wagen mehr als im vorigen Jahr: die DLRG als Piraten und die Dorfgemeinschaft Lückert.
DLRG erstmals dabeiDas waren die schönsten Momente beim Rosenmontagszug in Hennef-Uckerath

Das Uckerather Prinzenpaar Andreas II und Katrin I. inmitten seiner Westerwaldsterne.
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Der Uckerather Prinz Andreas II. hatte beim Rosenmontagszug gleich mehrfach Grund zu feiern: den Höhepunkt der Session – und seinen Geburtstag, in den er mit seiner Prinzessin Katrin I. hineingefeiert hatte. Auch sein acht Jahre älterer Bruder und Adjutant Daniel feierte Geburtstag. Dass reingefeiert wurde, war doch klar.
„Vier Stunden Schlaf“ hatten die Tollitäten, verriet die Prinzessin – ansehen konnte man dies dem strahlenden Prinzenpaar der Westerwaldsterne freilich nicht. Hoch oben auf dem Ehrenwagen, der um ein Haar wegen einer Panne nicht hätte starten können, aber noch an der Startposition auf der B8 repariert werden konnte, ließen die großen und kleinen Prinzenpaare die 747 Teilnehmer an sich vorbeiziehen, bevor sie den bombastischen Schlusspunkt eines bunten, lauten und liebevollen Zuges bildeten, den Vizebürgermeister Thomas Wallau als Uckerather Urgestein moderierte.

René Berger von der Freiwilligen Feuerwehr servierte Würstchen.
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Die Feuerwehr Hennef-Uckerath erfüllte dem Prinzen einen langgehegten Wunsch: Knackwoosch sollte es endlich mal wieder geben – und so packten die Wehrleute kurzerhand den Siedekessel auf den Anhänger und verteilten Würstchen im Brötchen unter dem Motto: „Wat en Jlöck, de Löschzoch bringt die Woosch zoröck“.
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Erstmals war die DLRG beim Zoch in Uckerath mit dabei
Dem Zugaufruf „Mer trecke durch et Dörp Öckeröth“ folgten 20 Gruppen – zwei mehr als im vorigen Jahr: die DLRG als Piraten und die Dorfgemeinschaft Lückert, die als Krokodile vor der Kinderprinzessin lief. Die Feuerwehr Blankenberg forderte die Rückkehr des Mittelaltermarkts.

„Zippchens Möhne“ mit den Goldlöckchen tanzten durch Uckerath und verteilten Wegzehrung aus ihren Körbchen.
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Die KG Grün-Weiß Eulenberg hatte den Steinbruch auf den Wagen geholt, mit Rehen, Füchsen und Vögeln, die Besucher mahnten: „Der Steinbruch ist unser Zuhaus, nehmt euern Müll wieder mit raus!“ Dass die Eulenberger Gesellschaft kein Nachwuchsproblem hat, zeigte der Wagen auch: Die Kamelle schmissen die Pänz in flauschigen Tierkostümen.
Mit Kringellöckchen unterm Hut ließen die Zippches Möhne die grünen Röcke fliegen, ganz so, wie sie es auf ihrem Wagen versprachen: „De Möhne mit der weißen Locke, dät jän fiere, danze, affrocke“. Da machte auch das jecke Schmölzje am Zugweg gern mit.