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Vertrag verlängertComputerspiele-Messe Gamescom bleibt in Köln

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Auch in den kommenden Jahren kann in Köln gezockt werden.+

Auch in den kommenden Jahren kann in Köln gezockt werden. 

In Köln können auch in den kommenden Jahren neue Computerspiele ausprobiert werden. Die Messe und der Verband Game verlängerten den Vertrag über die Gamescom. 

„Die Gamescom ist einmalig“, sagte Felix Falk, Geschäftsführer des Verbands der deutschen Games-Branche (Game). Er wisse gar nicht, ob man die Gamescom erfinden könnte, wenn es sie noch nicht gebe, so Falk, nach der Vertragsverlängerung für die Gamescom in Köln.

Er nannte gleich eine Reihe von Gründen für den Schritt: das große Einzugsgebiet von Köln, die moderne Infrastruktur der Messe, einmalige Stadtkultur, gute Partnerschaft zwischen Kölner Messe und dem Verband, die Weiterentwicklung der Messe seit den Anfängen im Jahr 2009, die Entwicklung von digitalen Formaten oder die gute Unterstützung der Messe durch Land NRW und Stadt Köln. Vor allem der Umgang der Messe mit der Gamescom in der Corona-Zeit hat ihm wohl imponiert. Da war de Gamescom ins Netz gegangen und hatte bei dem Eröffnungsabend ein Millionenpublikum. 500 Millionen Video Views waren es dann bei der letzten Ausgabe im Sommer.

Köln und die Gamescom sind das perfekte Match – eine Partnerschaft, die sich Jahr für Jahr als Erfolgsgeschichte bestätigt.
Gerald Böse, Messechef

„Köln und die Gamescom sind das perfekte Match – eine Partnerschaft, die sich Jahr für Jahr als Erfolgsgeschichte bestätigt“, sagte Messechef Gerald Böse. Messe und Branche hätten die Computerspielemesse gemeinsam zum weltweit größten und relevantesten Games-Event gemacht und kontinuierlich neue Rekorde aufgestellt.

Da lag eine „langfristige“ Vertragsverlängerung wohl nahe. Ein Selbstläufer war sie allerdings nicht. Die Gamescom hat Begehrlichkeiten anderer Standorte geweckt , sowohl im In- als auch im Ausland. Gemeinsam sei man zwar durch dick und dünn gegangen, aber wachsam bleiben müsse die Messe schon.

Gamescom und Satelliten sollen ausgebaut werden

Schließlich stand eine Menge auf dem Spiel. Dank der Gamescom sei Köln der Games-Standort der Welt, so Böse. Die Gamescom sei eine globale Marke. Die langfristige Vertragsverlängerung – auch auf Nachfrage wollte niemand sagen, wie lang der neue Vertrag nun läuft – biete die Möglichkeit, die Gamescom in Köln zusammen mit den Satellitenveranstaltungen in Asien und Lateinamerika sowie die Entwicklerkonferenz devcom und die Gamescom LAN weiter auszubauen. Sie könne so als Festival für verschiedenste Popkulturen auf der ganzen Welt erlebbar werden.

„Gamescom und Köln passen zusammen“, betonte auch Oberbürgermeisterin Henriette Reker.   Sie schilderte die einmalige Stimmung in der Stadt während der Messe, die vom City-Festival begleitet wird, das die Stadt im abgelaufenen Jahr mit 250.000 Euro gefördert hat. Auf Bühnen zwischen dem Rudolfplatz und dem Friesenplatz treten zahlreiche Bands auf. „Die Stadt vibriert während der Gamescom“, so Reker. Die Messe locke nicht nur hunderttausende Besucher, Computerspiele seien auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Köln.

NRW-Minister Liminski verspricht Förderung

Die Vertragsverlängerung der Gamescom sei eine „herausragende Nachricht“, sagte Nathanael Liminski, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien des Landes NRW.   Das sei eine besondere Auszeichnung für den Games-Standort Köln und Nordrhein-Westfalen. NRW bezeichnete er als Games-Standort Nr. 1. „Das Land steht als starker Partner hinter der Gamescom – einem internationalen Aushängeschild, wirtschaftlich, kulturell und technologisch“, so Liminski weiter. Die Landesregierung werde die Gamescom auch in Zukunft intensiv dabei unterstützen, ihre besondere Stellung als weltweit größte Veranstaltung für Videospiele auszubauen.

Für die aktuelle Ausgabe stockt das Land seine Förderung auf. Erstmals gefördert werde der gamescom invest circle, ein Treffpunkt von Investoren und Games-Studios. Dafür gibt das Land 50.000 Euro. Die Förderung der Entwicklerkonferenz devcom wird um 20.000 Euro auf 135.000 aufgestockt, für den Gamescom Congress   gibt es jetzt 225.000 Euro, 50.000 mehr als zuvor. „Die besten Jahre der Gamescom liegen noch vor uns“, so Liminski. Das Land wolle stabil fördern. Und die Landesregierung wolle den Megatrend der Gamification aus Köln und NRW heraus weltweit mitgestalten.