Steffen Baumgart soll neuer Trainer des Hamburger SV werden. Das berichtet die „Bild“ am Montagnachmittag. Der HSV will mit dem Ex-Kölner die Mission Bundesliga-Rückkehr abschließen.
Ex-Kölner kommt an BordSteffen Baumgart soll neuer HSV-Trainer werden

Steffen Baumgart
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Steffen Baumgart wird nach Informationen der „Bild“-Zeitung neuer Trainer des Hamburger SV. Nach der offiziellen Vorstellung soll der 52-Jährige bereits am Dienstagnachmittag das erste Training leiten und mit dem HSV endlich den lang ersehnten Aufstieg in die Fußball-Bundesliga schaffen. Laut „Bild“ erhält er einen Vertrag bis 2025. Als Assistent soll ihn demnach René Wagner (35) unterstützen, den er schon aus seiner Zeit beim 1. FC Köln kennt.
Baumgart gilt unter den HSV-Fans als Wunschkandidat nach dem Aus von Trainer Tim Walter in der vergangenen Woche. Für Walter hatte dessen bisheriger Co-Trainer Merlin Polzin (33) interimsweise die Mannschaft übernommen.
Steffen Baumgart: Erfahrungen mit dem Aufstieg
Baumgart kann und kennt Aufstieg. 2019 führte der gebürtige Rostocker den SC Paderborn in die Bundesliga. Bei seinen Stationen forderte der für seine kernige Art bekannte Fußball-Lehrer von seinen Spielern intensives Pressing und unermüdlichen Offensivfußball.
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Als knorriger und mitreißender Trainer an der Seitenlinie machte er sich nicht nur viele Freunde in der Mannschaft, sondern auch unter den Fans des 1. FC Köln während seiner Zeit zwischen Sommer 2021 und Ende vergangenen Jahres. Im Dezember verkündeten die abstiegsgefährdeten Rheinländer das Aus für Baumgart.
Der Ex-Stürmer hatte sich als HSV-Fan bezeichnet. Seine Hauptaufgabe wird sein, die unter Trainer Walter fehleranfällige HSV-Defensive zu stabilisieren. Das war dem Coach, der den Aufstieg mit den Hanseaten zweimal nacheinander in der Relegation verpasst hatte, selten gelungen.
Die Abwehrprobleme stellten die Aufstiegstauglichkeit des aktuell Tabellendritten infrage - trotz des in der Offensive hoch veranlagten Kaders. In den beiden ersten Heimspielen des Jahres gegen den Karlsruher SC (3:4) und Hannover 96 (3:4) kassierten die Norddeutschen acht Gegentreffer.
Der HSV versucht in dieser Saison zum sechsten Mal seit 2018 in die Bundesliga zurückzukehren. Schon zum Ende des Jahres war Walter in die Kritik geraten, durfte aber weitermachen. Bei seinen Spielern stand der Trainer trotz der sportlichen Berg- und Talfahrt weiter hoch im Kurs. Dennoch setzte Sportvorstand Jonas Boldt Mitte Februar einen Schlusspunkt unter das Kapitel Walter nach zweieinhalb Jahren Zusammenarbeit.
Kurz darauf übernahm Interimscoach Polzin. Das Team konnte in der ersten Partie unter ihm als Chef an der Seitenlinie aber auch nicht überzeugen. Beim abstiegsgefährdeten FC Hansa Rostock schaffte der HSV nur ein 2:2 und offenbarte weiterhin Defensivschwächen. Der Abstand auf den davon eilenden Stadtrivalen und Tabellenführer FC St. Pauli beträgt mittlerweile sieben Punkte, Holstein Kiel liegt als Tabellenzweiter fünf Zähler vor dem HSV. (dpa)