Stürmertore waren beim 9:0-Erfolg des 1. FC Köln gegen Sechstligist Germania Reusrath eher selten. Mit Ausnahme von Jan Thielmann, der gleich dreimal traf und ein Lob von seinem Trainer Steffen Baumgart einheimste.
1. FC KölnBaumgarts Lob für Angreifer Jan Thielmann

Hatte Spaß und traf dreimal: FC-Angreifer Jan Thielmann (l.).
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Kalt war es am Samstag im Franz-Kremer-Stadion. Minus zwei Grad Celsius zeigte das Thermometer bei Trainingsspiel des 1. FC Köln gegen den SC Germania Reusrath. 90 Minuten, an denen sich FC-Chefcoach Steffen Baumgart nicht nur wegen eines standesgemäßen 9:0 (6:0)-Sieges seines Teams gegen den tapferen Landesligisten erwärmen konnte. „Neun Tore und viele Torchancen. Ich habe viel von dem gesehen, was ich in so einem Spiel sehen möchte. Das war eine gute Trainingseinheit“, resümierte der 50-Jährige.
Baumgart sah einen Blitzstart des FC mit vier Toren in den ersten 14 Minuten. Allerdings trafen zunächst nur die Kölner Defensivspieler. Nach Sechser Eric Martel trugen sich Linksverteidiger Jonas Hector und Innenverteidiger Jeff Chabot (2) in die Torschützenliste ein. Erst nachdem mit Timo Hübers auch der zweite Innenverteidiger zum 5:0 getroffen hatte, fiel durch Jan Thielmann kurz vor der Halbzeit das erste Stürmertor.
Wichtig ist, dass wir in die Situation kommen und Chancen haben. Es ist aber klar, dass wir weiter an unseren Stürmertoren arbeiten müssen.
„Wichtig ist, das wir in die Situationen kommen und Chancen haben. Es ist aber klar, dass wir weiter an unseren Stürmertoren arbeiten müssen“, erklärte Baumgart und nahm Tim Lemperle und Steffen Tigges in Schutz. Das Sturmduo der ersten 45 Minuten war ohne Treffer geblieben. Wobei Lemperle sechs, sieben gute Möglichkeiten verzeichnete, Tigges dagegen nur eine. Der Ex-Dortmunder bewegte sich wieder zu oft außerhalb des Strafraums, worauf ihn sein Trainer während des Spiels auch aufmerksam machte.
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Am Ende war es Thielmann, der die Fahne der FC-Offensive hochhielt. Der 20-Jährige spielte 90 Minuten durch und traf nach dem 7:0 von Linton Maina noch zweimal, insgesamt also drei Mal. Tore, die der Offensivspieler sich verdiente und die ihm nach einer bislang schwierigen Saison gut tun dürften. Nach sieben Startelf-Einsätzen in den ersten zwölf Pflichtspielen der Saison und fünf Scorerpunkten (ein Tor, vier Vorlagen) erkrankte Thielmann in der Länderspielpause und verpasste alle acht Pflichtspiele im Oktober. Danach reichte es nur noch zu Jokereinsätzen. Die Winterpause möchte Thielmann dazu nutzen, wieder voll fit zu werden. „Jan ist nicht zu bremsen“, lobte Steffen Baumgart seinen schussstarken Spieler: „Wir sind froh, dass er wieder zurück ist.“
Mittwoch Testspiel gegen Meppen
Dann verriet der FC-Trainer noch ein Detail, dass Thielmanns Grundeinstellung zu seinem Beruf bestens beschreibt. „Wenn ich verrate, dass er schon um 9.30 Uhr am Geißbockheim war, zeigt das, wie heiß er ist und wie viel Spaß er hat. Deshalb war es wichtig, dass er seine Tore macht“ berichtete Baumgart. Zur Erklärung: Das Trainingsspiel gegen den Sechstligisten begann um 13 Uhr. Das nächste und letzte Mal im Jahr 2022 spielt der FC am Mittwoch (13 Uhr, Franz-Kremer-Stadion) gegen Drittligist SV Meppen.