Das Technische Hilfswerk leistete Amtshilfe, transportierte Geräte für eine Produktionsanlage, Tabak und flüssige Aromastoffe ab. Bei der konzertierten Aktion mit mehr als 100 Einsatzkräften mehrerer Hauptzollämter, des Zollkriminalamts, der Landes- und Bundespolizei wurden insgesamt 6000 Kilogramm Wasserpfeifentabak, 750 Kilogramm Rohtabak, mehrere Hundert Kilogramm Vormaterialien und mehr als 100.000 gefälschte Steuerzeichen sichergestellt.
Die Ermittlungen begannen 2020, als erstmals 297 Kilogramm unversteuerter Wasserpfeifentabak in einer Kölner Garage gefunden wurden. Die Spuren führten zu dem vermeintlich legalen Herstellungsbetrieb in Spich, aus dem die gefälschte Ware ausgeliefert wurde. Am 20. März 2021 konnten laut Staatsanwalt René Seppi in einem Transporter, der die Firma gerade verließ, erneut 200 Kilogramm sichergestellt werden.
Die Beteiligten stehen im Verdacht, nach Feierabend den Tabak hergestellt zu haben. Am 14. Juni startete die Durchsuchung, sieben 22 bis 37 Jahre alte Verdächtige wurden vorläufig festgenommen. Der Steuerschaden summiert sich auf rund 350.000 Euro.