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Spenden an GebrauchtmöbelhausHelios soll Möbel für Flüchtlinge lagern

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Erftstadt-Liblar – Die Lagerkapazitäten werden langsam knapp im Helios-Gebrauchtmöbelhaus an der Max-Planck-Straße 22 in Liblar. Sofas und Schränke, Küchen und Betten, Geschirr und Elektrogeräte türmen sich dort auf einer Fläche von 350 Quadratmetern. „Der Publikumsverkehr hat enorm zugenommen, binnen zweier Jahre hat sich unser Umsatz verdreifacht“, sagt Stefan Köhne, Geschäftsführer der gemeinnützigen Helios-GmbH. Ein Weihnachtswunsch, so Mitarbeiter Helmut Steinmann, sei, wenn jemand, quasi als Spende, zusätzliche Lagerflächen zur Verfügung stellen könnte.

Denn auf Helios könnten noch größere Herausforderungen zukommen. Wie es jetzt bei einem Pressetermin hieß, bittet die Stadt darum, Sachspenden für Flüchtlinge über das Unternehmen abzugeben. „Die Stadt selbst hat keinerlei Lagermöglichkeiten“, berichtete der Erste Beigeordnete David Lüngen: „Nur Fahrräder, die immer benötigt werden, können problemlos bei uns abgegeben werden.“

Mobiliar oft benötigt

Aber nicht jede Spende ist sinnvoll. „Die Kleiderkammern sind derzeit voll“, so der Beigeordnete. Möbel und Einrichtungsgegenstände hingegen werden oft gebraucht. „Wir versuchen, die Asylbewerber aus den Übergangsheimen heraus in privaten Wohnungen unterzubringen“, erklärte Sozialamtsleiter Jürgen Schlender. Dann werden meist komplette Wohnungseinrichtungen benötigt. Am meisten mangelt es an Geräten wie Waschmaschinen und Kühlschränken, so Helmut Steinmann. Umsonst gibt es die Einrichtungsgegenstände bei Helios nicht, die Stadt aber leistet Bedürftigen finanzielle Hilfen. Ein Bett zum Beispiel kann 60 Euro kosten. Für eine komplette Wohnungseinrichtung können schon einmal 500 Euro zusammenkommen. Mit den Einnahmen finanziert Helios seine Unkosten: die Lagermiete zum Beispiel und die Heizkosten, die sich im Jahr auf stattliche 12 000 Euro summieren.

In dem Möbellager ist mit Daniela Büscher auch eine Sozialpädagogin beschäftigt. Sie kümmert sich derzeit um acht Mitarbeiter, die durch ihre Tätigkeit bei Helios wieder in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden sollen. „Zunächst geht es um eine Stabilisierung, die Leute sollen sich wieder an einen geregelten Tagesablauf gewöhnen.“ Für das Helios-Möbellager holen sie die Spenden bei den Bürgern ab. Im Lager werden die Möbel aufgebaut und teilweise überarbeitet. An die Bedürftigen werden die Möbel ausgeliefert und bei Bedarf auch aufgestellt.

Das Gebrauchtmöbelhaus, in dem nur bedürftige Menschen einkaufen können, hat seine Öffnungszeiten erweitert: montags von 9.30 bis 16 Uhr, Dienstag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr, donnerstags sogar bis 19 Uhr. Wer etwas spenden möchte, kann sich unter 02235/9899492 an Helios wenden.

www.heliosrheinland.de