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Reinert-GruppeLebensmittelzutaten sind gefragt

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Das Band zur neuen Werkshalle i n Liblar durchschnitt die Reinert-Familie mit sichtlicher Freude. (Foto: Jeske)

Erftstadt – Die Geschäftsführung der Reinert-Gruppe hat beim Firmensommerfest offiziell den Erweiterungsbau auf dem Gelände Am Vogelsang 3-5 eröffnet. Zusammen mit den Töchtern der Unternehmensgründer Bernd und Ann Reinert, Sylvia Reinert und Carolin Vogel, durchschnitten die Geschäftsführer Thomas Kemp und Klaus Behr-Reinert das Band vor dem Eingang der neuen Halle.

Der Einladung waren neben Reinert-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern aus Monzingen auch Bürgermeister Volker Erner und vom Rhein-Erft-Kreis der stellvertretende Landrat Willy Harren gefolgt. Als „Aussage für den Standort“ wertete Erner die Erweiterung in dem Liblarer Mischgebiet. Er sei stolz, so der Verwaltungschef, dass sich der „international aufgestellte“ Lebensmittelzutaten-Hersteller für Erftstadt entschieden habe.

In Liblar beschäftigt Reinert 50 Mitarbeiter. Für das Team um den Diplom-Ingenieur für Lebensmitteltechnik, Ralf Fifielski, hat sich mit der neuen Halle ein Traum erfüllt. Denn der Produktentwicklungsabteilung steht nun eine moderne Versuchsküche zur Verfügung, in der die Gewürzmischungen in Lebensmitteln auf ihre Qualität getestet werden, bevor sie in die Angebotspalette aufgenommen werden.

Die Gelatine kommt vom Tegernsee

Die Reinert-Gruppe betreibt in Monzingen am Tegernsee eine Gelatine-Produktion und ein weiteres Werk in Rumänien. An beiden Standorten fehlten ausreichende Flächen für die geplante Expansion. In Erftstadt stehen jetzt zusätzliche rund 700 Quadratmeter zur Verfügung und damit über 2000 Quadratmeter insgesamt. „Wir arbeiten darauf hin, unsere produzierte Tonnage auf 4000 bis 4500 aufzustocken“, erklärt Geschäftsführer Behr-Reinert.

Die gelagerten Rohstoffe duften. „Pfefferschrot weiß“, „Chilipulver“, „Senfmehl“, Gelatine“ oder „Buchweizengrütze“ ist auf den Säcken zu lesen. Daraus und aus vielen weiteren Stoffen mischen die Mitarbeiter die „kleinen Helfer“ der Lebensmittelindustrie. Der Verbraucher erkennt sie meistens an dem Buchstaben „E“ auf Verpackungen. So handelt es sich bei E 300 um Ascorbinsäure, und das ist nichts anderes als Vitamin C.

Erner, der Anfang Juni zum Erftstädter Bürgermeister gewählt wurde, nutzte die Werkshalleneröffnung, um zu erklären, inwieweit er sein größtes Wahlversprechen eingelöst habe. Um die Wirtschaftsförderung wolle er sich besonders kümmern, eine Stabsstelle habe er bereits eingerichtet. „Wenns mal ruckelt, kommen Sie zu mir“, forderte er die Leitung auf. Reinert bietet auch Ausbildungsplätze an.

Geschäftsführer Klaus Behr-Reinert richtete eindringliche Dankesworte an die Mitarbeiter: „Jede Firma kann nur so gut sein wie ihre Mitarbeiter, und wir wissen Ihren Fleiß und Ihr Engagement zu schätzen.“