„Das muss jetzt langsam wieder wachsen“, sagt Helios-Geschäftsführer Stefan Köhne. Platz ist genug im 350 Quadratmeter großen Gebäude, in das noch eine Balustrade eingezogen werden soll.
Schränke und Betten warten auf neue Besitzer. Matratzen werden aus hygienischen Gründen nicht verkauft.
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Das Möbellager hat gleich dreifachen Sinn. Zum einen können dort Menschen, die wenig Geld haben, preiswert gebraucht, aber gut erhaltene Einrichtungsgegenstände kaufen – nicht nur Möbel, sondern auch Geschirr, Haushaltsgeräte und Lampen. Zum anderen können Erftstädter Sachen spenden und sicher sein, dass sie sinnvoll genutzt werden. Und zum dritten sind dort Leute beschäftigt, die seit längeren ohne Job sind. „Wir stabilisieren die Menschen im Alltag“, umschreibt Daniela Büscher-Jonas das Projekt, in dem sie für die sozialpädagogische Betreuung zuständig ist. Die Mitarbeiter werden vom Jobcenter zugewiesen.
Helmut Steinmann ist einer der Leiter des Möbellagers. „Wir machen das hier mit Begeisterung“, sagt er. Auch wenn es nicht immer einfach sei, Spendenwilligen klarzumachen, dass er keine beschädigten Möbel annehme. Sind die Sachen in Ordnung, holen die Leute von Helios sie kostenlos ab. Sie bauen auch Küchen ab – und im Zweifelsfall wieder auf, wenn sich ein Käufer gefunden hat.
Daniela Büscher-Jonas und Helmut Steinmann kümmern sich um die Mitarbeiter, die vom Jobcenter geschickt werden.
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Wer im Möbellager einkaufen will, muss nachweisen, dass er bedürftig ist (mit einer Hartz-IV-Bescheinigung, dem Rentenbescheid oder dem Studentenausweis). Wer Möbel oder andere Haushaltsgegenstände abgeben möchte, kann sich telefonisch melden unter 0177/9576333 oder per E-Mail.