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Liblar wird grünerAcht neue Hainbuchen für den Viry-Châtillon-Platz

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Punktgenau beförderte der Bagger die mehrstämmigen, schweren Bäume an den richtigen Platz.

Erftstadt-Liblar – Noch braucht man etwas Fantasie, um sich den zurzeit aufgerissenen Viry-Châtillon-Platz in Liblar eben und barrierefrei gepflastert, mit schattigem Laubengang und mannshohen, kastenförmig geschnittenen Hainbuchen vorzustellen.

Täglich ändert die Baustelle ihr Aussehen. In aller Frühe wurden am Mittwochmorgen acht etwa 30 Jahre alte Hainbuchen aus den Niederlanden geliefert. Zur Pflanzaktion am Vormittag waren auch der stellvertretende Bürgermeister Franz Holtz und die Leiterin der Abteilung Gartenbau der Stadt Erftstadt, Ute Kahlenberg, gekommen.

Große Freude an den Prachtexemplaren

Die etwa sechs bis sieben Meter hohen Hainbuchen seien etwas Besonderes, sagte Kahlenberg. Sie hätten jeweils mehrere Stämme, aber nur eine Wurzel. Es gebe nicht viele Baumschulen, die so etwas züchteten. „Ihre Kronen sind bereits kastenförmig geschnitten, sodass sie nebeneinander gereiht später wie eine Wand wirken“, erklärte sie. Die Freude an den Prachtexemplaren war ihr anzumerken. Der Schnitt müsste künftig allerdings beibehalten werden.

Doch erst einmal galt es, die je 6500 Euro teuren, tonnenschweren Bäume in den Boden zu bringen. Mit reiner Muskelkraft war da nichts zu machen. Für den Bagger war die Last jedoch kein Problem. Vorsichtig, wie in Zeitlupe hob der Fahrer die Hainbuchen einzeln an, fuhr sie langsam bis zu ihrem Bestimmungsort und setzte sie exakt dort ab, wo sie künftig wachsen sollen. Im Vorfeld war rund um die Pflanzzone bereits eine Wurzelschutzfolie ausgelegt, sodass die Baumwurzeln auch in späteren Jahren das neue Pflaster auf dem Platz nicht anheben können.

Spezielles Substrat

Geplant ist, jeweils vier Bäume nebeneinander entlang der Carl-Schurz-Straße zu setzen. „Dazwischen, auf Höhe des Denkmals aus unserer französischen Partnerstadt Viry-Châtillon, soll der Laubengang entstehen“, schwärmte Kahlenberg. So wie auch Franz Holtz wünscht sie sich, dass die Bäume gut anwachsen und ihren neuen Standort und das Ortsbild verschönern.

Nicht mit Muttererde, sondern mit einem speziellen Substrat werden die Wurzeln der Hainbuchen bedeckt. Das müsse dann noch verdichtet werden. „Abschließend kommt eine wasserdurchlässige Deckschicht darüber“, erklärte die Abteilungsleiterin.

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Für Mitte bis Ende Mai rechnet Kahlenberg mit der Fertigstellung des Viry-Châtillon-Platzes. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf etwa 334.000 Euro. Der Platz soll künftig Markt- und Veranstaltungsort in Liblar werden.